rene penselin

Wissensriese, Umsetzungszwerg? Wie Sie Umsetzungskompetenz entwickeln können

Haben Sie auch schon mal ein Projekt angefangen, nur um dann festzustellen, dass nach einer gewissen Zeit die Luft raus war? Das kann bei allen Formen und Größen von Projekten vorkommen. Sie haben einen Berg an kreativen Ideen, doch es hapert an der Umsetzung. Sie denken nicht mehr daran oder schieben es vor sich her, ohne es ernsthaft weiter zu verfolgen. Trotz Tools und Modellen zur Zielplanung, bleibt es doch nur dabei: der Planung. Die Umsetzung fällt schon vielen deutlich schwerer. Das kann sowohl privat als auch beruflich geschehen.

Nach einer deutschlandweiten Umfrage unter Führungskräften liegt die Wahrscheinlichkeit, ein Projekt wirklich durchsetzen zu können, bei 21 Prozent; nur jedes 5. Projekt wird tatsächlich durchgeführt.

Was braucht es nun, um ein Projekt auch umzusetzen?

Im folgenden Artikel möchten wir Sie auf mögliche Stolpersteine aufmerksam machen und Ihnen Hinweise geben, wie Sie eine gestärkte Umsetzungskompetenz entwickeln können.

Erfolgsblockierer – Stolpersteine auf dem Weg zur Projekt-Umsetzung

Zunächst sei gesagt, dass Problemlösung ein sehr individueller Prozess ist und es deshalb starke individuelle Abweichungen bei der Umsetzung von Projekten gibt. Jeder Mensch nutzt eine eigene Herangehensweise. Trotzdem gibt es einige Stolpersteine („Erfolgsblockierer“), die immer wieder bei verschiedensten Projekten auftauchen:

  • Fehlender Fokus: es gibt keine klaren Prioritäten, kein klares Ziel oder Maßnahmen
  • Verzetteln in Aktivitäten: zu viele Ablenkungen, große Komplexität der Aufgabe
  • Fehlende Entscheidungen: zu viele offene Schubläden und dauerhaftes Aufschieben
  • Fehlende Zeit
  • Fehlendes Budget
  • Fehlender Glaube: fehlende Selbstwirksamkeits-Erwartung, fehlendes Selbstvertrauen
  • Fehlende Prozesse, Strukturen, Systeme
  • Zu hohe Abhängigkeit von Anderen

Einer der größten Fehler der Projektarbeit ist die fehlende Übersicht über mögliche Erfolgsblockierer. Es empfiehl sich, sich diese ganz bewusst zu machen und ihnen dementsprechend entgegen zu arbeiten.

Erfolgsblockierern begegnen

  1. Machen Sie sich mögliche Stolpersteine bewusst und versuchen Sie mit klaren Strukturen ihnen entgegenzuwirken.
  2. Übernehmen Sie für Ihre Aufgaben und Angelegenheiten bewusst die Verantwortung. Jede Verlegung nach außen auf andere nimmt Ihnen ein Stück Selbstsicherheit.
  3. Bauen Sie Vertrauen auf. Vertrauen in sich selbst und in Ihre Fähigkeiten. Unsicherheit führt zu Angst und diese führt zu Stillstand.
  4. Hören Sie bei wichtigen Entscheidungen auch mal auf Ihre Innenwelt und nicht nur auf die logische und rationale Außenwelt.
  5. Wenn Sie an einer Stelle mit Biegen und Brechen nicht weiterkommen, dann hören Sie auf zu kämpfen und lassen los. So wird sich viel leichter ein anderer Weg oder ein passenderes Ziel finden. Es scheint zunächst schmerzlich und ist auch nicht immer so leicht, da man in gewissen Denkmustern festhängt. Doch Loslassen kann in Ihnen eine unvorhergesehene Intelligenz freisetzen. Akzeptieren Sie den Ist-Zustand Ihres Projektes und urteilen Sie nicht über sich oder Ihre Fähigkeiten. Es kann sehr befreiend wirken, weder gegen den Ist- noch für den Soll-Zustand Ihres Projektes zu kämpfen. Sagen Sie sich, dass es nun mal ist, wie es ist und haben Sie vertrauen, dass sich alles finden wird.

Die aktive Umsetzungskompetenz in 8 Phasen

Wenn Sie sich nun Ihrer Blockierer bewusst sind und auch das Loslassen besser beherrschen, dann können Sie nun anhand von 8 Phasen Ihre Umsetzungskompetenz anwenden.

  1. Wählen Sie Ihr Ziel anhand der SMART-Kriterien (Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert). Achten Sie gleichzeitig auf die Attraktivität des Weges und halten Sie sich am besten mehrere alternative Wege bereit.
  2. Werden Sie sich Ihrer Werte bewusst. Tun Sie diese Aufgaben für sich oder für andere? Was haben Sie selbst davon?
  3. Gibt es gewisse Glaubenssätze, die Sie hindern? Machen Sie sich beispielsweise von der Meinung oder von dem Ansehen Anderer abhängig?
  4. Haben Sie alle Fähigkeiten, die Sie für die Durchführung eines solchen Projektes brauchen, oder müssen Sie sich noch weiterbilden? Fühlen Sie sich sicher in der Ausführung Ihrer Fähigkeiten?
  5. Machen Sie einen Öko-Check und prüfen Sie, was sonst noch für Sie hinderlich sein könnte. Hat beispielsweise der Partner ein Problem damit, dass Sie vorhaben, sich selbstständig zu machen?
  6. Erstellen Sie nun eine Strategie. Dazu gehören Pläne, Konzepte und gesetzte Meilensteine.
  7. Setzen Sie diese Strategie um. Nehmen Sie dabei allerdings dauerhaft Korrektur an Ihren Plänen und Ausführungen vor durch dauerhafte Feedback-Schleifen.
  8. Schlussendlich prüfen Sie Ihr Ergebnis. Evaluieren Sie Ihre Fortschritte und fassen Sie für sich selbst zusammen, was Sie beim nächsten Mal besser machen könnten oder was Sie dieses Mal noch zu sehr belastet hat.
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