Sind Sie als Unternehmer 3 Personen in 1 einer vereint – Wie Sie zum reinen Unternehmer werden.

Sind Sie als Selbständiger / Unternehmer 3-in-1-Personen? Wie Sie Ihre Rolle finden

Stellen Sie sich vor:

Ein Kapitän ist mit seiner Mannschaft auf See. Er ist dafür zuständig, einen sicheren Weg herauszusuchen. Vielleicht muss auch ein neuer Kurs eingeschlagen werden, falls der alte zu riskant wird. Zudem kontrolliert und überwacht er die ganze Mannschaft, obwohl er gleichzeitig das Meer beobachten müsste, um Veränderungen und sichere Wege zu erkennen. Aber das ist ihm noch nicht genug. Da er häufig denkt, die Mannschaft würde die Aufgaben nicht so erledigen, wie er es gern hätte, übernimmt er jede Aufgabe selbst. So schrubbt er beispielsweise das Deck und kocht die Mahlzeiten.

Finden Sie sich in dem Kapitän wieder? Haben Sie auch manchmal das Verlangen, alle Aufgaben im Unternehmen selbst zu erledigen? Können nicht loslassen? Oder sind als Einzelunternehmer ja irgendwie eh 3 in 1?

Wieso es wichtig ist, verschiedene Personen für verschiedene Aufgaben zu haben:

Die Gefahr dabei ist, dass man verschiedene Rollen mit verschiedenen Aufgaben auf einmal übernimmt und Wichtiges auf der Strecke bleibt.

Sie übernehmen ausführende, planende, kontrollierende und visionäre Rollen, die sich in sich widersprechen.

Dieser Widerspruch wird zu Stress. Und dieser Stress behindert oft das Vorwärtskommen Ihres Unternehmens. Es kann passieren, dass Sie die langfristigen Ziele und Ihre Strategie aus den Augen verlieren und auf sich ändernde Umweltzustände nicht mehr so schnell reagieren können.

Welche Rollen gibt es klassischerweise in einem Unternehmen?

Grob braucht es folgende 3 Rollen:

  1. den Unternehmer,
  2. den Manager und
  3. die Fachkraft.

In der Theorie haben die 3 Rollen folgende Eigenschaften und Aufgaben:

Die Fachkraft führt Aufgaben aus. Sie ist der „Mann der Tat“. Die Fachkraft möchte schnell ein Ziel erreichen und dies auf einem direkten Weg. Sie führt Regeln und Vorgaben aus, die der Manager ihr vorgibt (findet diese allerdings nicht immer passend). Zudem geht sie Veränderungen und Visionen des Unternehmers häufig lieber aus dem Weg. Manch typische Fachkraft hat einen  großen Tatendrang, indem sie fertige, standardisierte Abläufe selbständig bearbeitet.

Der Manager ist dafür da, eine Ordnung im Unternehmen aufrecht zu erhalten. Er kontrolliert oder konzipiert Arbeitsabläufe und verbessert diese durch bestimmte Systeme, damit die Aufgaben effizient gelöst werden. Veränderung seitens des Unternehmers, durch neue Visionen, bringen die gewohnte Ordnung durcheinander. Deswegen scheut er diese auch ab und an. Der Manager ist letztlich für das Funktionieren des Unternehmens zuständig.

Der Unternehmer ist das Herz und das Gehirn des Unternehmens. Er entwickelt neue Strategien und verwirklicht Träume und Visionen. Er möchte das Unternehmen vorantreiben und sucht dafür neue Chancen und Gelegenheiten in den Märkten. Der Unternehmer steht für den Fortschritt des Unternehmens und dessen strategische Ausrichtung.

Wie Sie Ihr Unternehmen langfristig voranbringen:

Klar ist: wenn Sie die meiste Zeit Fachkraft sind, dann wir Ihr Unternehmen nie das Potenzial entfalten, das drin steckt. Daher unser Tipp:

  1. Stellen Sie fest, zu wie viel Prozent Sie Manager, Unternehmer und Fachkraft in Ihrem Unternehmen sind.
  2. Suchen Sie Wege, wie Sie die Fachkraftaufgaben komplett ablegen können (auch als Einzelunternehmer lässt sich hier sehr viel strategisch anders ausrichten – zum Beispiel mit externer Power, virtuellen Sekretär-Services etc.).
  3. Werden Sie Unternehmer. Bilden Sie Visionen für die Arbeitsabläufe und führen Sie diese nicht mehr selbst aus. Schreiben Sie sich Ziele auf, die Sie erfüllen wollen und notieren Sie, was Sie mit dem Unternehmen erreichen wollen. Entwickeln Sie daraus eine Strategie und arbeiten Sie kontinuierlich daran. Denken Sie aus Kundensicht. Verankern Sie die Werte, für die Ihr Unternehmen steht, in der Unternehmenskultur. Bilden Sie sich weiter, lassen Sie sich coachen, besuchen Sie Seminare, die Ihnen dabei helfen, die neue Rolle des Unternehmers einzunehmen. Vertrauen Sie auf die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter und sichern Sie deren Arbeitsplatz durch Ihre Strategie.

Das Ziel:

Zukünftig werden Sie nicht mehr oder deutlich weniger im Unternehmen arbeiten, sondern sie werden (mehr) am Unternehmen arbeiten.

Zu Beginn ist es für viele Unternehmer und Selbständig erst einmal komisch, wenn Sie scheinbar „nicht arbeiten“, sondern vor einem Whiteboard stehen und „nur“ Ideen sammeln, mit Partnern telefonieren, ein Seminar besuchen…

Doch genau darin liegt das Geheimnis erfolgreicher Unternehmer. 🙂

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