Tipp 7 von 7: Diagnostic Fitness – Wo steht Ihr Unternehmen?

Es gibt vielerlei Möglichkeiten, wie Sie Ihr Unternehmen ausbauen und erweitern können. Doch bevor Sie damit beginnen ist es notwendig festzulegen, wo Ihr Unternehmen eigentlich steht. Welchen Stand hat Ihr Unternehmen und in welchen Bereichen müssen / wollen Sie mehr ausbauen?

Wir haben Ihnen im letzten Teil unserer praktischen Unternehmens-Erfolgs-Tipps einen kurzen Impuls vorbereitet, wie Sie Ihren Stand und den Stand Ihres Unternehmens überprüfen können.

Was ist Diagnostic Fitness?

Besuchen Sie ein Fitness-Studio? Dann dürfte Ihnen der sogenannte Fitness-Check bekannt sein, der vor Beginn Ihres Trainings durchgeführt wird. Für den Fall, dass Sie nicht mit den Abläufen in einem Fitness-Studio bekannt sind, wollen wir Ihnen den Prozess kurz erläutern:

Wenn Sie erstmals ein Fitness-Studio betreten, dann trainieren Sie in der Regel nicht auf der Stelle drauf los. Zuerst werden Sie einem – je nach Studio unterschiedlich umfangreichen – Fitness-Check unterzogen. Bei diesem Check werden Ihre Blutwerte, Ihr Puls und Ihre allgemeine Fitness überprüft sowie Ihre Zielsetzung ermittelt. Es wird ein Ist-Stand Ihrer körperlichen Verfassung erstellt, um daraufhin einen passenden Trainingsplan für Sie abzustimmen.

Einen ähnlichen Fitness-Check können Sie auch für Ihr Unternehmen anwenden, um herauszufinden, wo genau Ihr Unternehmen steht und was Sie tun können, um es zu verbessern. Anstatt der körperlichen Fitness wird in diesem Falle die „Philosophie“ Ihres Unternehmens überprüft.

Die Philosophie eines Unternehmens

Die sogenannte Diagnostic Fitness unterteilt sich in zwei Bereiche:

Zum einen gibt es die strategische Exzellenz.

  • Das ist sozusagen eine Art „Unternehmensphilosophie“.
  • In der strategischen Exzellenz wird hauptsächlich eine klare strategische Ausrichtung angestrebt.
  • Das bedeutet zum Beispiel, dass Sie sich darauf konzentrieren, die Dinge zu tun, die Ihnen als Unternehmer wichtig sind.
  • Gleichzeitig meint strategische Ausrichtung eine Fokussierung auf das gewünschte Erfolgsergebnis (z.B. Sie richten sich auf eine konkrete Vision, ein Ziel, eine spezifische Umsatzzahl aus).
  • Strategische Exzellenz kann beispielsweise meinen: gute Aktien, hohe Verkaufszahlen und eine vielversprechende Zukunftsvision. Eine hohe Qualität ist in diesem Falle beispielsweise erstmal nebensächlich.

Dann gibt es die operative Exzellenz.

  • Sie kann als eine Art „Führungsphilosophie“ gesehen werden.
  • Sie strebt nach Kundenorientierung, Qualität und Effizienz in allen Bereichen.
  • Zum Beispiel: Sie gehen auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden ein, konzentrieren sich auf Produkte oder Dienstleistung von hoher Qualität und effizientem Kundenservice. Sie bemühen sich um Imagesaufbau etc.

Praxisbeispiel: Der aktuelle Fitness-Check 3er Automarken

Als Beispiel wollen wir die Diagnostic Fitness einmal an ein paar Automarken durchführen:

diagnostic Fitness – Wo steht Ihr Unternehmen

Mercedes, zum Beispiel, hat derzeit eine sehr gute strategische Ausrichtung, sowie eine starke operative Umsetzung.

VW wiederum steht momentan strategisch sehr gut da, die operative Umsetzung hat durch den aktuellen Abgasskandal allerdings gelitten und steht deswegen in unserem Beispiel eher mittelmäßig da.

Dann wäre da noch Opel, eine Marke, die es in den letzten Jahren sichtlich schwer gehabt hat. Sie ist weder strategisch noch operativ besonders erfolgreich und landet damit im negativen Bereich unserer Diagnostic Fitness.

Natürlich sind diese Verhältnisse jetzt recht vereinfacht, es geht aber um die Idee dahinter.

Die Frage ist jetzt…

… wo stehen Sie? Wo steht Ihr Unternehmen? Wo würden Sie Ihr Unternehmen einordnen? Nehmen Sie sich etwas Zeit und denken Sie über den operativen und strategischen Stand Ihres Unternehmens nach.

Tipp 6 von 7: Schärfen Sie immer wieder Ihre Säge – Ein Tipp zum Zeitmanagement

Konsequent und zielstrebig zu arbeiten ist schön und gut. Allerdings lohnt es sich auch ab und zu mal eine Pause einzulegen, um neue Kräfte zu sammeln. Deswegen sprechen wir heute einmal ein wenig über Zeitmanagement im Unternehmen.

Sägen Sie nicht wie wild drauf los…

Es gibt eine schöne Geschichte über das Zeitmanagement von Stephen Covey. Wahrscheinlich ist sie einigen unserer Leser bereits bekannt. Für alle, die noch nicht davon gehört haben, werden wir einmal einen kleinen Überblick geben.

Ein Waldarbeiter steht im Wald und zerkleinert mühsam einen riesigen Stapel Holz. Die Arbeit ist sehr anstrengend und er kommt nur langsam voran. Irgendwann kommt ein Spaziergänger vorbei und beobachtet den Waldarbeiter eine Weile. Schließlich sagt er: „Lieber Mann, schärfen Sie doch einmal Ihre Säge. Die ist ja völlig stumpf!“

Der Waldarbeiter schüttelt nur mit dem Kopf und entgegnet, dass er eine Menge Arbeit hat und ihm absolut keine Zeit bleibt, um seine Säge zu schärfen. Und so arbeitet er mit seiner stumpfen Säge mühsam weiter.

Was genau können wir aus dieser kleinen Geschichte gewinnen?

Effizienz ist der Schlüssel

Der Waldarbeiter müsste wahrscheinlich nur halb so viel Kraft und Zeit in seine Arbeit investieren, wenn er den Rat des Spaziergängers beachtet und sein Werkzeug geschärft hätte. Und diese Herangehensweise lässt sich nicht nur im Wald sondern auch in Ihrem Unternehmen anwenden.

Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie benötigen, und lehnen Sie sich einmal zurück. Schärfen Sie Ihre Säge, denken Sie über Ihre eigenen Ziele, Visionen, Ideen, Ihre Zielgruppen und Ordnungssysteme nach. Nachdenken und das daraus folgende, gezielte Arbeiten ist um Längen effizienter, als ohne Unterlass ständig in einem Hamsterrad zu laufen und dadurch Zeit und Energie zu verschwenden.

Sie werden sehen, dass sich diese einfache Investition auszahlt. Je mehr Sie gerade sagen „Guter Tipp, aber dafür habe ich momentan keine Zeit.“ – dann erst Recht … 🙂

Tipp 5 von 7: Perfektion und wissen, wann Schluss ist… im eigenen Business

Viele Menschen streben allgemein hin immer zur Perfektion, in allen Dingen und allen Lebenslagen. Allerdings ist Perfektion selten der beste Weg im Unternehmerwesen. Lassen Sie uns einmal genauer beleuchten, warum.

Perfektion – Die Umsetzungsfalle schlechthin

Perfektion ist schädlich für Sie und für Ihr Unternehmen. Es schadet uns als Menschen. Wir versuchen hundert Prozent zu geben, aber das ist völlig unmöglich. Es gibt nämlich gar keine Perfektion.

Selbst wenn Sie absolut alles geben um die perfekte Marketingstrategie zu entwickeln, wird es letzten Endes immer jemanden geben, der danach kommt und noch eine Möglichkeit findet, diese Marketingstrategie zu verbessern.

Egal was Sie tun, es gibt immer jemanden, der es im Nachhinein besser machen kann. Eine hundertprozentige Perfektion ist also völlig unmöglich und genau das ist ein Gedanke, den Sie verinnerlichen sollten. Das Streben nach Perfektion ist schädlich und unmöglich.

Perfektion und Pragmatismus für Unternehmenserfolg

Der Mensch ist ein Verbesserer

Eine zweite Sache, die Sie sich merken sollten, ist, dass wir Menschen nicht zur Perfektion geschaffen sind. Wir besitzen ein gesteigertes Potenzial, uns zu verbessern, eine Verbesserungskompetenz. Aber wir haben eine sehr schlechte Erschaffungskompetenz. Wir tun uns schwer damit, Dinge aus dem Nichts heraus zu erschaffen.

Ein Beispiel:

Sie geben einem Mitarbeiter den Auftrag, eine Mail zu verfassen. Allerdings keine Standard-Mail, sondern etwas Anspruchsvolleres. Mit großer Wahrscheinlichkeit würden daraufhin rund 80% der Mitarbeiter sagen: „Oh, das ist gar nicht so einfach.“ Viele Menschen fällt es schwer, ein weises Blatt Papier zu füllen. Wenn Sie allerdings eine fertige Mail oder einen Brief an Ihren Mitarbeiter weiter reichen, dann würden die 80% Prozent sicherlich sagen: „Ich wüsste, wie man diesen Brief verbessern könnte.“

Genau das ist die Verbesserungskompetenz, zu der die meisten fähig sind. Also seien Sie nur zu 80% perfekt. Die restliche Eingebung wird von außerhalb kommen. 🙂

Wenn Sie vor einem großen Projekt stehen, dann gehen Sie nicht mit der Denkweise heran „Wenn ich etwas anfange, dann mache ich es richtig. Und weil es so schwierig ist, es richtig zu machen, lasse ich es gleich bleiben.“ Denken Sie nicht daran, alles perfekt machen zu müssen, sondern das möglichste aus sich und dem Projekt heraus zu holen, und bitten Sie danach um Verbesserungsvorschläge durch Ihre Mitarbeiter oder Partner.

Pragmatismus – Wissen, wann Schluss ist

Wir Menschen neigen oft dazu, Wissen anzuhäufen, um sicherzugehen, dass wir ausreichend informiert sind, um eine Handlung zu vollziehen. Wir wollen häufig also mehr wissen, als eigentlich notwendig ist.

Sie wissen, dass Sie jetzt handeln müssten, aber vorher lesen Sie schnell mal noch ein Buch, besuchen ein Seminar oder gehen zu Ihrem „Therapeuten“. All diese Dinge sind Schlupfwinkel, um Verantwortung zu vermeiden. All die Energie, die Sie für Ihr Handeln einsetzen könnten, fließt stattdessen in Erklärungen, das Ansammeln von Wissen und so weiter.

Zögern Sie Entscheidung, unter dem Vorwand sich noch weiterbilden zu müssen, nicht hinaus. Handeln Sie und verlieren Sie Ihre Zeit und Energie nicht im recherchieren belangloser Informationen.

Es gibt den schönen Ausspruch „Wir sind Wissensriesen und Umsetzungszwerge“ – lassen Sie das nicht auf sich sitzen. 🙂

Schlusswort: Effektivität

Viele Menschen sind dem Trugschluss erlegen, sie seien effektiv. Sehr häufig sieht die Realität aber ganz anders aus. Die meisten Menschen sind effizient. Das heißt sie tun Dinge in der schnellstmöglichen Zeit. Effektivität bedeutet aber, die richtigen Dinge zu tun, also an den wirklich wichtigen Punkten zu arbeiten, die ihnen persönlich etwas bedeuten. Dinge, die wirklich Umsatz bringen, beziehungsweise die Sie in Ihrem Leben voranbringen.

Das sind die Punkte, an denen Sie effektiv arbeiten sollten. Nichts ist nutzloser, als mit großer Effizienz an den falschen Dingen zu arbeiten. Daher widmen wir den nächsten Tipps noch einmal gezielter diesem Thema…

Tipp 4 von 7: Arbeiten AM Unternehmen – Wie Sie Ihr Unternehmen wirklich weiterentwickeln

Nicht die Arbeit, die in Ihrem Unternehmen getätigt wird, sondern die Arbeit, die Sie an Ihrem Unternehmen durchführen, bestimmt letztendlich ob und wie weit sich Ihr Geschäft weiterentwickeln wird.

Wir wollen uns deswegen heute genauer ansehen, mit welchen einfachen Schritten Sie Ihr Unternehmen konsequent voran bringen können.

Diese 5 Fragen helfen…

Es ist wichtig am und nicht nur in Ihrem Unternehmen zu arbeiten. Das heißt also, dass Sie lieber Termine für Ihre Prioritäten, anstatt Prioritäten für Ihre Termine machen sollten.

Doch wie genau soll das funktionieren? Wir werden zu diesem Thema fünf einfache Fragen durchgehen, die Ihnen vielleicht ein paar Ideen liefern werden:

  1. Wie kann ich meine Firma, unabhängig von meiner Person, funktionstüchtig machen?
  2. Wie kann ich die Mitarbeiter dazu bringen, dass sie ohne mein ständiges Eingreifen ihre Arbeit verrichten?
  3. Wie kann ich meine Firma so weit systematisieren, dass sie unendlich oft dupliziert werden könnte und jedes Duplikat würde genauso gut funktionieren wie der Prototyp? Das ist ganz klar der Wunsch jedes Unternehmers, dass alle Dinge reibungslos laufen auch wenn man mal nicht im Haus ist. Um das zu erreichen erfordert es aber geregelter Strukturen.
  4. Wie kann ich meine Firma besitzen, ohne dass sie mich besitzt?
  5. Wie kann ich meine Zeit damit verbringen, die Arbeit zu tun, die ich liebe, anstatt die Arbeit, die ich tun muss?

Beschäftigen Sie sich einmal mit diesen Fragen. Was wären Ihre Ideen und Lösungsansätze?

Fortschritt durch 3 einfache Tricks

Um erfolgreich an Ihrem Unternehmen zu arbeiten bedarf es nicht unbedingt immer komplexer Pläne und Regelungen. Manchmal helfen schon kleine Tricks, um Ihnen Ihren Arbeitsablauf zu erleichtern.

Ein Beispiel: Legen Sie einen festen Arbeitsplan fest.

Wählen Sie einen Arbeitszeitraum, in dem sie konsequent und ohne Unterbrechung arbeiten. Beispielsweise von 9 bis 12 Uhr. Konzentrieren Sie sich in diesem Zeitraum nur auf Ihre Arbeit. Schalten Sie Telefon, E-Mail-Fach und jegliche andere Störfaktoren, sofern möglich, ab. Lassen Sie keine Telefonate durchstellen und widmen Sie sich Ihrer Arbeit.

Ein weiteres Beispiel: Eine kleine Erinnerungshilfe an Ihrem Schreibtisch.

Nehmen Sie etwa einen Zettel und notieren Sie Sich ein paar Gedanken, wie ‚Bringt mich das, was ich gerade tue, an mein Ziel?‘ und ‚Bringt mir das, was ich gerade tue, Umsatz?‘ und platzieren Sie ihn gut sichtbar an Ihrem Arbeitsplatz. Und wenn Ihre Gedanken wieder mal abschweifen, wird dieser kleine Denkzettel Ihnen helfen Sie und Ihre Arbeit zu sortieren.

Dient Ihre Arbeit momentan wirklich Ihren Prioritäten? Wenn ja, dann sollten Sie sich vielleicht noch ein wenig mehr Zeit dafür nehmen. Oder ist es eher eine nebensächliche Angelegenheit? Ist es vielleicht sogar völlig belanglos? Fertigen Sie sich diese kleine Erinnerungshilfe an und Sie werden merken, dass Sie sehr viel schneller vorwärts kommen.

Zum Schluss noch ein dritter Trick: Fertigen Sie eine Zeitentabelle an.

Legen Sie eine Excel-Tabelle an und halten Sie über einen längeren Zeitraum, vielleicht 2-3 Wochen, einmal Ihre gesamten Tätigkeiten wochentags und die dafür verwendete Zeit fest. Auch wenn es sich bei manchen Arbeiten vielleicht nur um 5 Minuten handelt, notieren Sie sich alles. Aktualisieren Sie die Tabelle regelmäßig und schauen Sie dann am Ende jedes Tages einmal nach, womit Sie Ihre Zeit verbracht haben.

Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass Sie feststellen werden, dass Sie nur einen geringen Teil Ihrer Zeit, vielleicht 20%, damit verwenden, Geld zu verdienen und Wertschöpfung zu betreiben. Also die Dinge, die Sie eigentlich tun wollen. Den Großteil Ihrer Zeit verbringen Sie sehr wahrscheinlich mit anderen Dingen.

Also probieren Sie doch einmal ein paar dieser Kniffe aus. Machen Sie eine Erinnerungshilfe, einen Arbeitsplan oder eine Zeitentabelle und schauen Sie, wie sich Ihre Arbeitsweise verändert.

Der erste Schritt zur Veränderung ist einfacher als Sie denken.

Tipp 3 von 7: Engpass bestimmen – identifizieren Sie, was Ihr Unternehmen am Wachstum hindert

Es gibt in jedem System einen bestimmten Zeitpunkt, einen sogenannten Engpass, der Ihr Unternehmen am Wachstum hindert. Wir wollen uns einmal damit beschäftigen, wie Sie diese Engpässe identifizieren und beseitigen können.

Pflanzenfürsorge und Unternehmensfortschritt

Von Zeit zu Zeit ist es wichtig, dass Sie einmal ein paar Schritte zurücktreten und Ihr Unternehmen als ein lebendiges System betrachten, das mit der Umwelt interagiert. Jedes lebende System wächst und entwickelt sich weiter, außer es gelangt an einen Engpass, der es am Wachstum hindert.

Um das Prinzip von Engpässen und deren Identifizierung zu verdeutlichen, schauen wir uns einmal das Beispiel von Justus von Liebig und seinen Pflanzen an. Von Justus sagt, dass Pflanzen verschiedene Nährstoffe benötigen, um zu gedeihen. Fehlt ein Nährstoff, hemmt das das Wachstum und egal wie viele der anderen Nährstoffe Sie hinzufügen, die Pflanze lässt trotzdem den Kopf hängen, verfärbt sich und wird anfälliger für Schädlinge. Um diesen Nährstoffmangel, diesen Engpass, zu beseitigen ist es nötig, der Pflanze den benötigten Dünger zuzuführen.

Tipp 3 von 7 Engpass bestimmen – identifizieren Sie, was Ihr Unternehmen am Wachstum hindert 1

Jedes Unternehmen stößt irgendwann auf einen Engpass, den es zu beseitigen gilt, damit das Unternehmen weiterwachsen kann, bis es auf den nächsten Engpass stößt. Es ist ein fortwährender Prozess, für den stets neue Lösungen gefunden werden müssen.

Engpässe in Unternehmen

Ein konkreter Fall für Engpässe in einem Unternehmen könnte wie folgt aussehen:

Einem Unternehmer fällt es schwer, Personal zu finden. Wenn man sich erkundigt, welche Maßnahmen er bisher ergriffen hat, um das Problem zu lösen, ist die häufigste Aussage „Ich habe eine Anzeige geschaltet“. Schön und gut. Es gibt aber noch viele weitere Möglichkeiten, potenzielles Personal zu finden. Haben Sie gezielt Portale besucht, in denen sich genau das Personal aufhält, das Sie suchen? Was tun Sie, um Ihr Unternehmen möglichen Bewerbern attraktiv zu machen?

Eine häufige Antwort auf diese Fragen ist „Dafür habe ich keine Zeit“. Und genau das ist der wichtige Punkt. Denn sehr häufig ist der wirkliche Engpass nicht das fehlende Angebot von Mitarbeitern am Markt, sondern ein Mangel an Zeit für den Unternehmer, sich gezielt mit der Mitarbeitersuche zu beschäftigen. Wen brauchen Sie wirklich? Wer ist der oder die Richtige? Wo genau müssen Sie eine Stellenausschreibung platzieren, um die meisten Bewerbungen zu bekommen?

Tipp 3 von 7 Engpass bestimmen – identifizieren Sie, was Ihr Unternehmen am Wachstum hindert 2

Erste Lösungsansätze

Es ist nötig sich mit der Personalauswahl zu beschäftigen, die richtigen Mitarbeiter einzuarbeiten, Mitarbeitergespräche zu führen und so weiter. Das sind die eigentlichen Anforderungen, denen sich Unternehmer gegenüber stehen sollten. Die Realität sieht häufig allerdings ganz anders aus. In den meisten Fällen wird lediglich eine Anzeige geschaltet und der oder die Erstbesten, die sich daraufhin bewerben, werden, probehalber, mal eingestellt. Das Ergebnis ist am Ende meistens jedoch wenig zufriedenstellend.

Der Engpass ist in diesem Falle eindeutig die fehlende Zeit und der Unternehmer sollte über Möglichkeiten nachdenken, dieses Problem aus dem Weg zu räumen. Hier sind wir direkt beim nächsten Thema: am statt im Unternehmen zu arbeiten. Das ist meist der eigentliche Engpass! Daher widmet sich unser nächster Tipp aus dieser Reihe genau diesem Thema.

Engpässe begegnen uns aber nicht nur im Unternehmen, sondern auch im persönlichen Bereich und auch hier gilt folgender Ansatz: Treten Sie einmal zurück, denken Sie darüber nach was genau Sie wollen. Was hindert Sie wirklich daran weiter zu kommen und was können Sie tun um das Problem zu lösen?

Tipp 2 von 7: Erfolg – Alles Kopfsache

Wir haben uns vor kurzem mit der Bedeutung von Erfolg und der „Löffelliste“ beschäftigt. Heute sprechen wir einmal darüber, welche Auswirkung eine positive Einstellung und Entschlossenheit auf Sie und Ihr Geschäft haben können.

Erfolg oder Niederlage – Wir haben immer Recht

Eine positive Einstellung ist wohl eine der wichtigsten Voraussetzungen, wenn es darum geht Ihr Geschäft voranzubringen. Hierzu gibt es ein sehr passendes Zitat von Henry Ford:

„Egal, ob du glaubst, du schaffst es oder du schaffst es nicht, du wirst immer Recht behalten.“

Das größte Hindernis, das wir Menschen überwinden müssen, ist die Einschränkung durch unser eigenes Denken. Die größten Grenzen und Einschränkungen liegen in unserem Kopf. Denn anstatt uns zu sagen, dass etwas unmöglich ist, sollte uns unser Kopf stets vermitteln: Wir schaffen das!

Wenn wir wirklich an etwas glauben, wenn wir entschlossen sind, dann werden wir einen Weg finden, um diese Ziele zu erreichen oder wenigstens einen sehr großen Schritt in die richtige Richtung tun.

Vergleichen Sie Ihr Denken mit einer Art Muskel, der trainiert werden muss. Wenn Sie in ein Fitnessstudio gehen, dann werden Sie kein zwanzig-Kilo-Gewicht einmal anheben und, zack, sind Ihre Muskeln da. Diese Dinge brauchen Zeit und müssen Stück für Stück aufgebaut werden.

Negatives Denken – Ein Teufelskreis

Um Ihnen die Auswirkungen negativen Denkens ein wenig genauer zu beleuchten nehmen wir einmal dieses Beispiel:

Sie möchten Ihr Unternehmen durchsetzungsfähiger machen, aber bevor Sie überhaupt an das Problem herangehen, denken Sie schon:

„Mein Markt ist zu schwierig und die Probleme liegen außerhalb meines Kontroll- und Einflussbereiches.“

Sie machen sich relativ wenig kreative Gedanken über das Marketing, weil es ohnehin zu schwierig ist, Sie sich nicht durchsetzen können und Ihre Probleme viele verschiedene Ursachen haben.

Genau diese Herangehensweise ist problematisch. Sie machen sich nicht viele Hoffnungen, verhalten sich deswegen mit großer Wahrscheinlichkeit eher passiv, initiieren keine Aktivitäten oder veranlassen nur das Notwendigste. Und auf diese negative Aktivität folgt dann ein ebenso negatives Ergebnis. Am Ende des Tages kommen wirklich nur noch wenig Kunden, Ihre Umsätze gehen unter Umständen noch weiter zurück, die Reichweite Ihres Unternehmens sinkt – ebenso wie Ihre Zuversicht.

Das Ergebnis festigt Ihren Glauben und eine sogenannte „selbsterfüllende Prophezeiung“ tritt in Kraft:

„Ich wusste ja, dass das nichts wird.“

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Erfolg beginnt im Kopf – glauben Sie an Ihren Erfolg

Um diesen Dingen entgegen zu wirken ist es wichtig, dass Sie von Beginn an positiv und zuversichtlich an Ihre Aufgaben herangehen, denn aus negativem Denken folgt fast immer ein negatives Ergebnis. Es ist ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt.

Sie können diesen Teufelskreis in einen Erfolgskreis umwandeln, indem Sie Ihren Kopf frei machen für positive Gedanken und eine zuversichtliche Einstellung.

William Shakespeare sagt einmal:

„Unsere Zweifel sind Verräter und führen häufig dazu, dass wir das Gute, das wir häufig erreichen könnten, nicht bekommen, weil wir den Versuch, es zu erreichen, gar nicht wagen.“

Bei uns im Team nutzen wir in schwierigen Gesprächen gern folgende Aussage:

„Halt, stopp. Wir hören jetzt auf uns zu fragen, OB wir das schaffen, und fangen an zu überlegen, WIE wir das schaffen.“

Tipp 1 von 7: Mit Bucket List (Löffelliste) erfolgreicher und glücklicher

In dieser 7-teiligen Artikelreihe wollen wir darüber sprechen, wie Sie Ihr Unternehmen mithilfe einfacher Schritte und Überlegungen zu größerem Erfolg führen können.

Bevor wir aber beginnen stellen wir uns einmal die Frage: Was ist Erfolg?

Erfolg und Erfüllung

Lassen wir den Begriff durch die Suchmaschinen des Internets laufen wird uns sogleich eine schlichte, wenn auch zutreffende Definition von Wikipedia angeboten: „Erfolg ist das Erreichen gesetzter Ziele.“ Diese Definition schließt einzelne Personen als auch ganze Organisationen mit ein, wobei der Begriff „Ziele“ nicht nur sachliche sondern auch emotionale Ziele beschreiben kann.

Doch bei dieser Zusammenfassung wollen wir es noch nicht belassen. Wir suchen weiter und stoßen schließlich auf ein kurzes, jedoch sehr anregendes Zitat des Dalai Lamas: „Erfolg ohne Erfüllung ist das ultimative Versagen.“

Aber was genau können wir aus dieser Aussage gewinnen? Vielleicht waren Sie selbst schon einmal in einer Situation, in der Sie ein Ziel verfolgt haben, ein Ergebnis das sie erreichen oder eine Sache die Sie unbedingt umsetzen wollten. Letztendlich gelingt es Ihnen, Sie erreichen Ihr Ziel, doch die Euphorie über diesen Erfolg bleibt aus. Sie fragen sich: War das schon alles? Was nun?

Sie verspüren keine erfüllende, innere Zufriedenheit über Ihre Leistung und genau an diesem Punkt setzt die Philosophie des Dalai Lama ein. Denn Erfolg definiert sich nicht einzig und allein durch sachliche Dinge, etwa die Anzahl an Projekten, die Sie erfolgreich umgesetzt und die gesteigerten Umsatzzahlen, die Sie erreicht haben.

Wahrer Erfolg beinhaltet auch eine persönliche Zufriedenheit mit sich selbst und den Dingen, die Sie in Ihrem Leben bewerkstelligt haben. Es ist also nicht nur eine Frage des harten Arbeitens um des Erfolges Willen.

Dinge, die wir oft bereuen

Die ehemalige Krankenschwester Bronnie Ware veröffentlichte vor geraumer Zeit ein Buch, „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“, in welchem Sie über Ihre Erfahrungen mit sterbenskranken Menschen spricht. Wie der Titel schon erahnen lässt beschäftigt sich das Buch ausführlich mit den Dingen, die diese Menschen im Rückblick auf ihr Leben am meisten bereuen.

Eine ausschlaggebende Erkenntnis, die sich aus diesem Buch schließen lässt, ist, dass Menschen ganz besonders die Dinge bereuen, die sie nicht getan haben, als sie noch die Möglichkeit dazu hatten. Chancen die nicht ergriffen wurden oder Ideen, die man, aus welchen Gründen auch immer, nicht umgesetzt hat, belasten Menschen viel mehr, als es etwa ein misslungener Versuch tun würde.

Vielleicht wollen Sie das Buch jetzt lesen… dennoch nehmen wir die wichtigsten 5 Erkenntnisse daraus jetzt schon einmal vorweg – „The Top Five Regrets oft the Dying“:

  1. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben“
  2. „Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet“
  3. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken“
  4. „Ich wünschte mir, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten“
  5. „Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein“

Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag auf Welt.de…

Was nehmen wir daraus mit? Nehmen Sie sich einmal die Zeit und denken Sie darüber nach, was Ihnen am Herzen liegt. Welche Dinge sind Ihnen wichtig? Entspricht das was Sie tun Ihren Überzeugungen? Worauf möchten Sie später in Ihrem Leben zurückblicken?

Ja, eigentlich geht es hier ja um mehr Erfolg im Business – aber erst vor wenigen Tagen hatten wir wieder ein interessantes Coaching mit einem Unternehmer, indem uns eins wieder klar vor Augen geführt wurde: Was nützt das beste Wissen um die effektivsten Marketingstrategien und Marktlücken, wenn es nicht angewendet wird. Und warum wird es nicht angewendet? In diesem Fall war es einfach: es fehlte die Leidenschaft dafür!

Ziele setzen – Eine Bucket List

Und somit wären an unserem ersten Punkt für unserer Artikelreihe angekommen: Die Bucket List.

Eine Bucket List, oder zu Deutsch „Löffelliste“, beschreibt im Allgemeinen eine Liste von Dingen, die sich ein Mensch vornimmt noch zu erledigen, bevor er stirbt (oder plump gesagt: „den Löffel abgibt“). Diese Dinge können vollkommen unterschiedlicher und irrwitziger oder ernster Natur sein.

Eine Vorstellung einer solchen „Löffelliste“ liefert uns der Film „Das Beste kommt zum Schluss“, mit Jack Nicholson und Morgan Freeman. Hier nehmen sich beide, sterbenskrank, vor, noch vor ihrem Tod ihre Liste an Dingen abzuarbeiten.

Wenngleich dieser Film ohne Zweifel erheiternd und auch ein wenig inspirierend ist, sollten wir uns allerdings vorsehen, so lange mit der Abarbeitung unserer persönlichen Löffelliste zu warten. 🙂

Nehmen Sie sich etwas Zeit, entspannen Sie sich und denken Sie einmal darüber nach, was Sie bisher erreicht haben. Was ist Ihnen wichtig und was wollen Sie unbedingt noch in diesem Leben machen und erreichen?

Denken Sie einmal darüber nach, wenn es Morgen vorbei wäre, wären Sie zufrieden? Oder gibt es Dinge von denen Sie denken würden: „Na gut, das mach ich dann aber im nächsten Leben.“

Aber warum so lange warten? Also, setzen Sie sich heute Abend einmal hin. Nehmen Sie sich einen Zettel und schreiben Sie Ihre persönliche Löffelliste.

Zeit steht nicht still, aber sie kann sinnvoll genutzt werden – gerade im Firmenalltag

Ja, das Zeitmanagement-System nach dem Eisenhower-Prinzip ist für Sie vermutlich schon ein alter Hut. Es kommt gleich nach dem Eisbergmodell in der Kommunikation. 🙂 Doch wir finden es so gut, dass es sich lohnt, hier noch einmal drüber zu bloggen. Warum?

Vor kurzem haben wir im Blog einen Beitrag über die 3 Rollen im Unternehmen bzw. die Rolle als „Unternehmer“ geschrieben. In den drauffolgenden Gesprächen mit Unternehmern und Selbständigen und auch in unserem Alltag ist uns noch einmal aufgefallen, dass es sich immer wieder lohnt kritisch auf das eigene strategische TUN im Geschäft zu schauen.

Sie haben keine Zeit für die wichtigen Dinge in Ihrem Leben bzw. in Ihrem Geschäft? Sie verrennen sich in Kleinigkeiten, die Sie strategisch nicht voranbringen? Sie wollen jede Email beantworten, weil man das eben so tut? Sie vernachlässigen Ihre Wünsche, da Sie sich voll und ganz für Ihr Unternehmen aufgeben?

Halten Sie kurz inne und atmen Sie einen Moment lang durch.

Keine Zeit heißt keine Struktur

Das wichtigste, was Sie in Ihrem Leben machen können, ist es, die Zeit, die Sie besitzen, gut zu nutzen – das heißt: gut zu strukturieren. Wenn Sie Ihre Zeit gut strukturieren, verrennen Sie sich nicht mehr in unnötigen Aktivitäten und haben dadurch genügend Spielraum für die wichtigen Dinge des Lebens und des Geschäfts.

Doch wann ist eine Aufgabe wirklich dringend, wann wichtig?

Je weniger Zeit Sie gerade haben, je eher sollten Sie nun weiter lesen. 🙂

Werfen Sie noch einmal einen Blick auf das folgende Zeitmanagement-Prinzip:

Dringend vs. wichtig:

Sinnvoll ist es Ihre Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit zu ordnen, um zu sehen, was wirklich erledigt werden muss.

Wichtig sind Aufgaben, durch die Sie ein Ziel erreichen. Wenn Sie durch das Erledigen einer Aufgabe kein Ziel erreichen, oder keinem Ziel näher gebracht werden, ist diese als unwichtig einzustufen.

Dringlich sind Aufgaben, die eine Frist haben. Sei es eine Abgabefrist oder sei es ein anderer Grund, der es verlangt, die Aufgabe, so schnell es geht, zu erledigen. Dies könnten beispielsweise sich ändernde Marktbedingungen sein, auf die man schnell reagieren muss.

In Quadranten eingeteilt sieht das dann so aus:

Zeit steht nicht still, aber kann sinnvoll genutzt werden – gerade im Firmenalltag 2

A-Quadrant: Wichtig und dringlich

Aufgaben, die diesem Quadrant zugeordnet werden, haben eine hohe Priorität. Sie sind von erheblichem Nutzen, um Ihre selbstgesteckten, strategischen Ziele zu erreichen. Aus diesem Grund sollten Sie diese selbst erledigen und nicht delegieren.

B-Quadrant: Wichtig, aber nicht dringlich

Auch diese Aufgaben sind für Ihre strategischen Ziele sehr wichtig und aus diesem Grund sollten Sie auch diese nicht an andere delegieren. Der Unterschied zum A-Quadrant liegt darin, dass diese Aufgaben keinem Zeitdruck unterliegen. Es ist dadurch weniger relevant, wann Sie diese erledigen. Wichtig ist nur, dass Sie die Aufgaben angehen. Gerade die strategischen Unternehmensfragen werden gern auf „wenn-ich-mal-Zeit-habe“ vertagt – also nie! J

C-Quadrant: Nicht wichtig, aber dringlich

Dieser Aufgabentyp hat eine Deadline, ist aber noch nicht oder generell nicht wichtig für Ihre Strategie. Es ist relevant, dass dieser schnell erledigt wird. Allerdings bringen diese Aufgaben Sie im Geschäft bezogen auf Ihre globalen Ziele nicht weiter. Dadurch ist es weniger relevant, wer diese Aufgaben erledigt. Um sich Zeit für die strategische Ausrichtung und die zukünftige Sicherung Ihres Geschäftes zu nehmen, können Sie solche Aufgabentypen getrost delegieren.

D-Quadrant: Nicht wichtig und nicht dringlich

Diese Aufgaben bringen Sie weder einem Ziel näher, noch besteht ein zeitlicher Druck, diese zu erledigen. Die Aufgaben des D-Quadranten können ohne weiteres vernachlässigt werden. Sparen Sie sich die Zeit, die durch die Bearbeitung dieser Aufgaben verloren gehen würde. Eine Nichtbearbeitung der Aufgaben wird keine negativen Auswirkungen auf Ihr Unternehmen haben.

Wie steht’s um Ihre aktuellen Aufgaben?

Die ABCD-Quadranten hier noch einmal prägnant zusammengefasst:

Zeit steht nicht still, aber kann sinnvoll genutzt werden – gerade im Firmenalltag 3
  1. Sammeln Sie einmal kurz Ihre aktuellen Kernaufgaben. Unser Tipp: schreiben Sie einfach mal zwei Wochen lang jede Aufgabe mit – am besten in einer immer geöffneten Excel-Tabelle mit groben Zeiten (Dauer pro Aufgabe). Das geht ziemlich schnell und ist erstaunlich, wenn Sie wirklich ALLES aufschreiben und nach 2 Wochen drauf schauen!
  2. Versuchen Sie dann Ihre Aufgaben den Quadranten einzuordnen (in der Excel-Tabelle geht es recht einfach: einfach in 4 verschiedenen Quadranten-Farben markieren).
  3. Versuchen Sie den A-Quadrant (wichtig, dringlich – sofort erledigen) so schnell es geht abzuarbeiten bzw. zu überlegen, wie Sie das in Zukunft (besser) sicherstellen können.
  4. Versuchen Sie den C-Quadranten (dringend, nicht wichtig – delegieren) soweit es geht abzugeben – an Mitarbeiter, an Externe, an Praktikanten… – was wollen Sie in Zukunft an wen abgeben?
  5. Der B-Quadrant (wichtig, nicht dringlich – fokussieren) bringt Sie langfristig voran. Konzentrieren Sie sich darauf ihn zu bearbeiten und Ihre Strategie immer weiter zu verfeinern. Er wird daher auch als Traumquadrant bezeichnet!
  6. Eliminieren Sie den D-Quadrant (nicht wichtig, nicht dringend – ignorieren) aus Ihrem Zeitplan – zumindest aus dem, den Sie optimieren wollen. 🙂

Am Ende geht es jetzt auch nicht darum, alles umzuschmeißen und dann gar nichts zu verändern, sondern zu beginnen.

Wenn Sie ab jetzt bestimmte E-Mails nicht mehr selber beantworten, Anrufe nur noch nachmittags annehmen (und sie sich vormittags von einem Telefonservice oder Ihrer Mitarbeiter aufschreiben lassen, um Zeit für fokussierte B-Aufgaben zu haben) und Internet-Stöbereien nur noch nach der Mittagspause im Konzentrationstief zu erledigen, dann ist schon viel getan.

Sind Sie als Selbständiger / Unternehmer 3-in-1-Personen? Wie Sie Ihre Rolle finden

Stellen Sie sich vor:

Ein Kapitän ist mit seiner Mannschaft auf See. Er ist dafür zuständig, einen sicheren Weg herauszusuchen. Vielleicht muss auch ein neuer Kurs eingeschlagen werden, falls der alte zu riskant wird. Zudem kontrolliert und überwacht er die ganze Mannschaft, obwohl er gleichzeitig das Meer beobachten müsste, um Veränderungen und sichere Wege zu erkennen. Aber das ist ihm noch nicht genug. Da er häufig denkt, die Mannschaft würde die Aufgaben nicht so erledigen, wie er es gern hätte, übernimmt er jede Aufgabe selbst. So schrubbt er beispielsweise das Deck und kocht die Mahlzeiten.

Finden Sie sich in dem Kapitän wieder? Haben Sie auch manchmal das Verlangen, alle Aufgaben im Unternehmen selbst zu erledigen? Können nicht loslassen? Oder sind als Einzelunternehmer ja irgendwie eh 3 in 1?

Wieso es wichtig ist, verschiedene Personen für verschiedene Aufgaben zu haben:

Die Gefahr dabei ist, dass man verschiedene Rollen mit verschiedenen Aufgaben auf einmal übernimmt und Wichtiges auf der Strecke bleibt.

Sie übernehmen ausführende, planende, kontrollierende und visionäre Rollen, die sich in sich widersprechen.

Dieser Widerspruch wird zu Stress. Und dieser Stress behindert oft das Vorwärtskommen Ihres Unternehmens. Es kann passieren, dass Sie die langfristigen Ziele und Ihre Strategie aus den Augen verlieren und auf sich ändernde Umweltzustände nicht mehr so schnell reagieren können.

Welche Rollen gibt es klassischerweise in einem Unternehmen?

Grob braucht es folgende 3 Rollen:

  1. den Unternehmer,
  2. den Manager und
  3. die Fachkraft.

In der Theorie haben die 3 Rollen folgende Eigenschaften und Aufgaben:

Die Fachkraft führt Aufgaben aus. Sie ist der „Mann der Tat“. Die Fachkraft möchte schnell ein Ziel erreichen und dies auf einem direkten Weg. Sie führt Regeln und Vorgaben aus, die der Manager ihr vorgibt (findet diese allerdings nicht immer passend). Zudem geht sie Veränderungen und Visionen des Unternehmers häufig lieber aus dem Weg. Manch typische Fachkraft hat einen  großen Tatendrang, indem sie fertige, standardisierte Abläufe selbständig bearbeitet.

Der Manager ist dafür da, eine Ordnung im Unternehmen aufrecht zu erhalten. Er kontrolliert oder konzipiert Arbeitsabläufe und verbessert diese durch bestimmte Systeme, damit die Aufgaben effizient gelöst werden. Veränderung seitens des Unternehmers, durch neue Visionen, bringen die gewohnte Ordnung durcheinander. Deswegen scheut er diese auch ab und an. Der Manager ist letztlich für das Funktionieren des Unternehmens zuständig.

Der Unternehmer ist das Herz und das Gehirn des Unternehmens. Er entwickelt neue Strategien und verwirklicht Träume und Visionen. Er möchte das Unternehmen vorantreiben und sucht dafür neue Chancen und Gelegenheiten in den Märkten. Der Unternehmer steht für den Fortschritt des Unternehmens und dessen strategische Ausrichtung.

Wie Sie Ihr Unternehmen langfristig voranbringen:

Klar ist: wenn Sie die meiste Zeit Fachkraft sind, dann wir Ihr Unternehmen nie das Potenzial entfalten, das drin steckt. Daher unser Tipp:

  1. Stellen Sie fest, zu wie viel Prozent Sie Manager, Unternehmer und Fachkraft in Ihrem Unternehmen sind.
  2. Suchen Sie Wege, wie Sie die Fachkraftaufgaben komplett ablegen können (auch als Einzelunternehmer lässt sich hier sehr viel strategisch anders ausrichten – zum Beispiel mit externer Power, virtuellen Sekretär-Services etc.).
  3. Werden Sie Unternehmer. Bilden Sie Visionen für die Arbeitsabläufe und führen Sie diese nicht mehr selbst aus. Schreiben Sie sich Ziele auf, die Sie erfüllen wollen und notieren Sie, was Sie mit dem Unternehmen erreichen wollen. Entwickeln Sie daraus eine Strategie und arbeiten Sie kontinuierlich daran. Denken Sie aus Kundensicht. Verankern Sie die Werte, für die Ihr Unternehmen steht, in der Unternehmenskultur. Bilden Sie sich weiter, lassen Sie sich coachen, besuchen Sie Seminare, die Ihnen dabei helfen, die neue Rolle des Unternehmers einzunehmen. Vertrauen Sie auf die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter und sichern Sie deren Arbeitsplatz durch Ihre Strategie.

Das Ziel:

Zukünftig werden Sie nicht mehr oder deutlich weniger im Unternehmen arbeiten, sondern sie werden (mehr) am Unternehmen arbeiten.

Zu Beginn ist es für viele Unternehmer und Selbständig erst einmal komisch, wenn Sie scheinbar „nicht arbeiten“, sondern vor einem Whiteboard stehen und „nur“ Ideen sammeln, mit Partnern telefonieren, ein Seminar besuchen…

Doch genau darin liegt das Geheimnis erfolgreicher Unternehmer. 🙂

Erfolg – Auf der Suche nach einem allgemeingültigen Rezept

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und beantworten Sie sich diese Frage: Was ist Erfolg?

Gehen Sie in sich und denken Sie über Situationen nach, in denen Sie das Gefühl hatten, Erfolg gespürt zu haben. Was haben diese Situationen gemeinsam?

Für jeden Menschen ist Erfolg etwas anderes und die meisten streben ihn an. Doch gibt es eigentlich ein allgemeingültiges Erfolgsrezept?

Bei Google und der Allzweckwaffe Wikipedia

Um mehr über Erfolg zu erfahren, ist eine kleine Recherche sinnvoll. Dabei bin ich auf folgende Definitionen und Zitate gestoßen.

Definition von Google:

„Erfolg

  1. die Tatsache, dass eine Anstrengung zu einem guten Ergebnis führt und Anerkennung findet.
  2. eine einzelne Leistung, die mit Erfolg verbunden ist.“

Definition von Wikipedia:

„Der Begriff Erfolg bezeichnet das Erreichen selbst gesetzter Ziele. Das gilt sowohl für einzelne Menschen als auch für Organisationen. Bei Zielen kann es sich um eher sachliche Ziele wie zum Beispiel Einkommen oder um emotionale Ziele wie zum Beispiel Anerkennung handeln.“

Nun gut, aus den einfachen Definitionen lässt sich wohl kein Erfolgsrezept ableiten, allerdings geben sie einen guten Einblick, was Erfolg beinhaltet:

  1. Man muss für Erfolg etwas tun, er kommt nicht einfach zugeflogen.
  2. Er braucht ein Ziel, dass es zu erreichen gilt.

In Zitaten

„Erfolg ohne Erfüllung ist das ultimative Versagen.“ – Dalai Lama

„Du erreichst nur, was du glaubst, erreichen zu können. Unterschätze deshalb nie deine Möglichkeiten.“ – Rolf Merkle

„Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind.“ – Henry Ford

Aus den Zitaten lässt sich schon eher ein Bild des Erfolges ablesen. Schließlich haben all diese Menschen Erfolg schon einmal bei sich selbst erlebt oder sich zumindest intensiv damit beschäftigt.

Besonders wichtig erscheint mir persönlich der Punkt des Dalai Lama. Erfolg sollte mit Erfüllung einhergehen. Wenn man nach erfolgreichem Abschluss eines Ziels unglücklich ist, ist dies kein Erfolg. Oft erlebe ich das: Unternehmer und Selbständige wollen stets etwas verändern, sind noch nicht ganz zufrieden, streben, machen, tun und werkeln – aber einer reist immer mit: dass sind Sie selbst.

Kurz gesagt: Nur wenn man mit dem, was man tut, glücklich ist, kann man auch erfolgreich sein. Mir persönlich ist es in der Arbeit mit Kunden, in meinen B2B-Beratungen und Seminaren besonders wichtig das mit in den Fokus zu rücken. Verrennen Sie sich nicht in Tätigkeiten, durch die Sie nicht glücklich werden.