Loslassen lernen: Wie Du Vergangenes loslässt und aufhörst zu kämpfen

Wir Menschen sind ständig am Kämpfen. Wir halten ständig an etwas fest und es fällt uns schwer loszulassen. Festhalten an etwas oder jemanden bedeutet immer einen inneren Kampf. So halten wir oft fest und kämpfen zum Beispiel mit den Problemen der Vergangenheit auf ganz unterschiedliche Arten:

  • wir bedauern „Fehler“, was dazu führt, dass wir uns schlecht fühlen
  • wir fühlen Wut auf jemandem, der uns (aus unserer Sicht) etwas getan hat
  • wir spüren Frustration über bisherige Entwicklungen im eigenen Leben
  • wir haben den Wunsch, dass etwas anders gelaufen wäre
  • wir erzählen uns immer wieder eine Geschichte über Geschehnisse, die uns deprimieren, verletzen oder traurig machen
  • wir durchleben immer wieder einen Streit, der uns nicht mehr aus dem Kopf geht
  • wir denken immer wieder darüber nach, was gerade jemand getan hat und wovon wir uns einfach nicht lösen können

Das ist ein ständiger Kampf im Kopf!

Loslassen lernen

Stelle dir z.B. nur einen Augenblick vor, du bist ein Krieger, der ständig auf neue Feinde trifft und diese bekämpfen muss. „Koste es was es wolle.“

Das Kämpfen erfordert den Einsatz von unglaublich viel Energie. Deine innere Energie, die ständig aufgebracht werden muss. Ein Energieeinsatz der dich mit der Zeit müde macht und auslaugt. Viele von uns merken es dann, wenn Sie plötzlich einmal zur Ruhe kommen (z.B. am späten Abend oder im Urlaub) und dann – hoffentlich – auf dem Sofa „zusammenbrechen“. Auch der stärkste Krieger braucht irgendwann einmal Ruhe und eine Auszeit. Wenn wir darüber sprechen, dann spiegelt es sich auch ganz klar in unserer Sprache wieder. Wir sprechen dann vom „Kopfkino“ oder „ich zerbreche mir den Kopf darüber“ oder „ich kann nicht abschalten“ u.v.m. Wie anstrengend das auf Dauer ist und welchen permanenten Druck das erzeugt, dem wir da standhalten, wissen wohl die meisten von uns. Wir können aber loslassen lernen.

Was wäre, wenn wir einfach die Dinge loslassen lernen könnten, die passiert sind und stattdessen im jetzigen Moment ankommen würden?

Was wäre, wenn wir die Vergangenheit einfach Vergangenheit sein lassen würden und uns von ihr entlasten und lösen könnten?

Was wäre, wenn wir das Festhalten an der Vergangenheit, die uns momentan verletzt, lösen… und wir das Loslassen lernen eher als einen Akt der Selbstliebe ansehen, um heilen zu können?

Loslassen lernen

Genau das setzt in diesem Augenblick unglaublich viel Energie frei, die dir plötzlich zur Verfügung steht. Du löst dich von den eigenen mentalen Fesseln und gewinnst persönliche Freiheit. Freiheit von den eigenen oft negativen und begrenzenden Gedanken. In meinem persönlichen Leben nehme ich das als eine Art persönlichen Durchbruch und Wachstumsschub war. Im Einzelcoaching oder auch im Kursangebot „Meditation und Achtsamkeit – Ein Leben ohne Stress“ werden wir uns genau damit beschäftigen.

Obwohl es nicht immer leicht ist und zunächst ein wenig Übung braucht, können wir dies erreichen. Hier ist ein 4-Schritte-Modell, welches ich empfehle, wenn du loslassen lernen möchtest. Du kannst dazu auch für einen kurzen Moment die Augen schließen.

Loslassen lernen in 4 Schritten

Schritt 1: Erkenne, was dich verletzt.

Im Moment hast du irgendeine Form von Schmerzen oder Schwierigkeiten. Du spürst z.B. Wut, Frustration, Enttäuschung, Reue, Traurigkeit. Vielleicht ärgerst du dich immer noch über ein Gespräch mit deinem Partner oder Kollegen? Vielleicht über eine verpasste Chance? Vielleicht über einen begangenen Fehler? Vielleicht fühlst du dich gerade einfach etwas frustriert? Vielleicht beschäftigt dich etwas, was du einfach nicht aus dem Kopf bekommst, was genau ist es?

Erkenne zunächst das Problem.

Mach dir als nächstes klar, dass es eine „nur eine Geschichte“ in deinem Kopf ist, die dich beschäftigt. Dabei ist es egal, ob sich diese Situation kürzlich oder schon vor einer gewissen Zeit ereignet hat. Du wirst das Gefühl haben, dass das Problem oder der Schmerz dem entspringt, was damals passiert ist. Aber was geschehen ist liegt in der Vergangenheit. Es ist „vergangen“. Den Schmerz fühlst du allerdings gerade jetzt immer und immer wieder. Der Grund hierfür ist deine Geschichte über die Situation in deinem Kopf.

„Geschichte“ soll hierbei nicht etwa „Märchen“ bedeutet. Es bedeutet aber auch nicht, dass es die „Wahrheit“ ist. Das Wort „Geschichte“ impliziert kein gut oder böse, richtig oder falsch oder irgendein anderes Urteil. Es bezieht sich allein auf den Prozess, der in deinem Kopf stattfand.

  1. Du erinnerst dich, was passiert ist.
  2. Du hast eine Perspektive auf die Geschehnisse, ein Urteil, eine Möglichkeit die Dinge zu sehen, die dich vielleicht auch als den Geschädigten darstellt.
  3. Dies induziert eine (meist negative) Emotion.

Also nimm deine Geschichte zunächst einfach als Erleben der Dinge an. Verurteile und Werte das Erleben oder dich selbst dabei nicht. Es ist ganz natürlich eine eigene Sicht auf die Dinge zu haben. Du solltest dabei eben nur erkennen, dass es deine ganz persönliche Ansicht ist, die gleichzeitig der Grund für deine Schwierigkeiten, Frustration und Schmerzen ist.

Der Ablauf der oft unbewussten Prozesse hierbei sieht in etwa so aus:

  1. Erinnerung, Gedanken, Bilder, Sätze, innere Stimmen im Kopf (z.B. an eine alte Geschichte)
  2. Ausmalen und wiederdurchspielen der Geschichte (oft in Farbe und allen Details)
  3. Gefühle werden – meist unbewusst – immer wieder gespürt (oft genauso intensiv als wenn ich es gerade in Echt erlebe)

Schritt 2: Bleibe bei deinem physischen Empfinden

Als nächstes solltest du dich von der Geschichte in deinem Kopf abkehren und dem Gefühl in deinem Körper zuwenden. Das ist das physische Empfinden: es zeigt sich beispielsweise als Enge in der Brust, als Leere, als ein stechender Schmerz, als Energie die vom Solar Plexus aus in den ganzen Körper strahlt, ein Stechen im Herzen, Druck bzw. ein flaues Gefühl im Bauchbereich oder viele andere Formen.

Du solltest dich dem physischen Empfinden praktisch stellen und deine Aufmerksamkeit von der Geschichte in deinem Kopf auf deine Gefühle im Körper konzentrieren.

Kleiner Tipp um die eigenen Gefühle zu erforschen:

Um sich darauf einzulassen ist das Entscheidende, dass du dich mit zwei Fragen auseinandersetzt:

  1. Bin ich jetzt bereit, dass Gefühl zu fühlen, selbst mit der Angst das es mich überwältigt?
  2. Und: Warum will ich es eigentlich fühlen?

Wenn wir bereit sind die Gefühle zu fühlen, egal, was dabei auf uns zukommt, dann ist das so etwas, wie das Gefühl einladen. Diese Einladung entsteht aus dem Wunsch heraus, die Wahrheit zu entdecken.

Bleibe dort und tritt dem Gefühl mit Mut entgegen – normalerweise vermeiden wir das Gefühl eher, da es unangenehm ist und Angst verursacht.

Bleibe dort und erkunde das Körpergefühl mit Neugier:

  • Wie fühlt es sich an?
  • Wo ist es zu lokalisieren?
  • Verändert es sich?
  • Wie groß ist es?
  • Welche Form hat es?

Wenn es unerträglich werden sollte, dann teile den Prozess in kleine Teilschritte auf; finde einen Weg, der für dich möglich ist. Wenn das Gefühl intensiv war, dann kann der Prozess des Zuwendens ebenfalls sehr intensiv werden.

Allerdings haben wir für die Gefühle immer auch die Gewissheit, dass wir es durchstehen können, dass dies nicht das Ende der Welt ist. Es ist oft sogar nur eine kurze Unannehmlichkeit, kein schwarzes Loch, dass alles verschlingt, nichts worüber man in Panik ausbrechen müsste.

Bleib bei diesem Gefühl und sei sanft und freundlich. Umarme das Gefühl, wie du es bei einem guten Freund tun würdest. Du wirst so besser mit unangenehmen Erfahrungen umgehen können und einen Weg des Mutes beschreiten.

Schritt 3: Atme aus. Lass los.

Atme deine Schwierigkeiten ein und atme Leichtigkeit und Frieden aus.

Es handelt sich hierbei um eine tibetanisch-buddhistische Übung namens „Tonglen“: Atme jegliches schwierige Gefühl ein, was du fühlen könntest und atme ein Gefühl der Entlastung von diesen Schwierigkeiten aus.

Loslassen lernen

Zum Beispiel:

  • Wenn du frustriert bist, atme die gesamte Frustration ein und atme Frieden aus.
  • Wenn du traurig bist, dann atme deine gesamte Trauer ein und atme Glücks-Gefühle aus.
  • Wenn du etwas bereust, atme die gesamte Reue ein und atme Freude und Dankbarkeit aus.

Tu dies für eine Minute.

Verbildliche wie du die Frustration in dich aufnimmst und dann das Gefühl des Friedens, wie es aus dir strömt und alle frustrierten Menschen um dich herum gleichzeitig mit ansteckt.

Diese wunderbare Übung kannst du jeden Tag (gern auch mehrmals) durchführen. Anstatt von deinen Problem-Gefühlen wegzulaufen, nimmst du es in dich auf, absorbierst es. Das tust du übrigens dabei auch für die anderen Menschen in deiner Umgebung, was uns aus unserem egozentrischen Modus herausbringt und uns auf andere Menschen fokussieren lässt.

Sobald du damit beginnst, fängst du automatisch an, deinen Schmerz und deine Schwierigkeiten loszulassen.

Schritt 4: Kehre dich mit Dankbarkeit dem „Jetzt“ zu

Wenn du fühlst, dass du losgelassen hast, anstatt dich weiterhin nur in deiner „Kopf-Geschichte“ zu befinden, dann sieh dich im Hier und Jetzt um.

Was siehst du?

Schätzt du, was du siehst? Wofür genau kannst du in diesem Augenblick dankbar sein?

Wieso ist dieser Schritt wichtig?

Weil wir uns eher darauf konzentrieren, was uns mal widerfahren ist, anstatt was im Moment geschieht. Wir schätzen den jetzigen Moment nicht. Das können wir ja auch gar nicht – unsere Köpfe sind voll mit Vergangenem.

Das Leben findet jedoch genau in diesem Augenblick statt und nicht gestern und nicht morgen.

Wenn wir also beginnen die Vergangenheit loszulassen, haben wir unsere Kelche entleert und erlauben ihnen, dass sie mit der Gegenwart gefüllt werden. Dann sollten wir uns der Gegenwart zuwenden und dankbar dafür sein, was wir im Moment haben, anstelle von dem unglücklich erfüllt zu sein, was wir nicht haben.

Mit etwas regelmäßiger Übung können wir loslassen lernen. Der „Krieger“ im Kopf wird immer leiser und du wirst mehr und mehr bemerken, dass bei dir innerliche Ruhe und Entspannung einkehren.

Loslassen lernen und nicht mehr kämpfen oder an etwas oder an jemanden festhalten, bedeutet für dein Leben, ein Leben im Fluss und ein Leben im „Hier und Jetzt“.

Im Kurs „Meditation und Achtsamkeit – Ein Leben ohne Stress“ werden wir uns genau damit beschäftigen. Gern kannst du dich auch für den Newsletter eintragen, um weitere Artikel zu empfangen.

Der Macho Faktor Test

Sind Sie ein Macho? Wie viel „Macho“ steckt in Ihnen?

Einer der schwierigsten Aufgaben am Arbeitsplatz ist es, jemanden zu überzeugen, der oder die eine “Macho-Haltung” einnimmt. Jeder weiß, wie schwer es ist Ideen zu entwickeln, um jemanden, der alles weiß und im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, zu überzeugen.

Manchmal sind wir es ja auch selbst, die unter Umständen zu Machos werden können.

Wieviel “Macho” steckt in Ihnen?

Hier unser Macho-Faktor-Test nach Shelle Rose Charvet (nicht nur für Männer :-) ):

Der Macho-Faktor-Test „10 Fragen um herauszufinden ob Du ein Macho bist“.pdf

Kennen Sie Ihre Werte?

Ein Musiker muss musizieren,
ein Maler muss malen,
ein Dichter muss schreiben,
wenn er in Frieden mit sich leben will.
Abraham Maslow

Werte?

Ich frage mich selbst gerade: Wann hast du das letzte Mal über deine Werte nachgedacht?

Woran denken Sie, wenn Sie das Wort “Werte” hören? An Wertsachen, Vermögen, Kostbarkeiten, Sachwerte, Geldwerte, Marktwerte oder Tauschwert?

Vielleicht aber auch an frühere Zeiten? An Tugenden, Bedeutsamkeiten, Nutzen, Würde, (Lebens-) Prinzipien, Leitbilder, Ideale, Wertmaßstäbe oder Wertvorstellungen.

An den Werteverlust in unserer Gesellschaft?

Werte in UNSEREM Leben? In IHREM Alltag? Hier und jetzt?

Dieser Artikel möchte Sie zu einer kleinen Reise in die Welt Ihrer Werte einladen. Keine pädagogische Reise nach dem Prinzip: “Wo sind denn bloß Ihre Werte hin?” Nein. Eine Reise zu dem Wichtigsten in Ihrem Leben.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt:

Was sind Werte? Das Wichtigste in meinem Leben?

Schaut man sich in den unzähligen Büchern der Psychologie, der Philosophie, der Pädagogik oder etwa der Theologie um, so wird man kein einheitliches Verständnis, von dem, was Werte sind, finden. Wohl aber einen einheitlichen Grundton.

Demnach sind unsere eigenen Werte unsere persönlichen Überzeugen – etwas, was wir für besonders wichtig halten. Etwas besonders WERTvolles in unserem Leben.

Darüber hinaus helfen uns unsere Werte, uns in der teilweise unüberschaubaren Welt zu orientieren, vielleicht ein Ziel vor Augen zu haben, etwas uns Wichtiges zu pflegen und uns dafür einzusetzen. Mit Hilfe unserer Werte entscheiden wir auch für uns selbst, ob wir etwas als richtig oder falsch betrachten. Das, was Sie als richtig betrachten, kann ein Mensch aus Ihrem Umfeld völlig anders sehen. Jeder besitzt ganz individuelle Werte und definiert sie für sich ganz verschieden.

Werte leiten unseren Focus jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde…

Wozu sollte ich meine Werte überhaupt kennen?

Wenn doch die Werte so wichtig für uns und unser Leben sind, warum kennen wir sie dann nicht oder nur ein bisschen. Oder können Sie mir auf Anhieb Ihre 10, oder sagen wir wenigstens die 5 wichtigsten Werte für Ihr Privatleben nennen? Was ist Ihnen dort wichtig?

Viele Menschen leben unbewusst nach Ihren Werten. Werden unsere Werte im Alltag erfüllt, fühlen wir uns wohl. Wenn aber unsere Werte verletzt werden, bekommen wir schnell ein ungutes Bauchgefühl.

Oft wissen wir dann allerdings nicht so richtig warum. Viele Konflikte entstehen durch die Gegensätzlichkeit von Werten.

Konflikte durch unsere Werte?

Ein Streit mit dem Firmenpartner über eine neue Investition findet keinen Kompromiss – vielleicht liegt es an den unterschiedlichen Wertvorstellungen der beiden. Vielleicht ist dem einen Partner der Wert “Sicherheit” sehr wichtig, der andere liebt neue “Herausforderungen”.

Eine harmonische Ehe – und das schon seit Jahren??, fragt sich manch eingeladener Gast bei einer Silberhochzeit. Vielleicht teilen die beiden Eheleute einfach dieselben Werte. Vielleicht kennen Sie aber auch die Dinge, die ihrem Partner wichtig sind und können so darauf gegenseitig Rücksicht nehmen.

Werte bestimmen unser Leben?

Hinter unserem täglichen Verhalten verbergen sich unsere Werte. Sie sind die inneren Motivatoren für unser Handeln. Werte führen uns entweder hin zu einem erstrebenswerten Ziel (Hin-zu-Werte) oder aber weg von einem Problem (Weg-von-Werte).

Werte geben uns also die Orientierung für das WERTvolle oder für Dinge, die wir persönlich eher ablehnen würden.

Häufig genannte Hin-zu-Werte sind Liebe, Glück, Sicherheit und Abenteuer. Häufig genannte Weg-von-Werte sind Krankheit, Stress, Streit und Angst.

Erfüllung in unseren Werten?

Das Gefühl persönlicher Zufriedenheit und Ganzheit resultiert meist aus der Erfüllung unserer persönlichen Werte – wenn wir unsere Werte leben können. Die Personen, die Du liebst oder mit denen Du befreundet bist, die Art wie Du Kinder erziehst oder erziehen würdest, welche politische Richtung Du unterstützt, wie Du Deine Arbeit ausführst, die Kleidung, die Du trägst, die Lebensmittel, die Du verzehrst, sind von den individuellen Werten bestimmt, die Du für Dich in Anspruch nimmst. Fühlen wir uns nicht wohl, kann das auch daran liegen, dass unbewusst unsere Werte verletzt werden.

Dabei läuft vieles sehr unbewusst ab. Manchmal haben wir mit jemandem oder einer Sache in unserem Leben einen Konflikt, und wissen gar nicht genau warum. Oder wir sind nicht 100 Prozent zufrieden mit unserem Leben, und wissen auch nicht genau warum. Oft hat dies mit unseren (unerfüllten) Werten zu tun. Daher lohnt es sich, sich diese bewusst zu machen.

Eine kleine Geschichte über Barbara

Barbara fühlt sich schon seit Monaten ziemlich schlecht. Jeden Morgen kämpft sie sich unter großer Anstrengung aus dem Bett und quält sich zur Arbeit.

Seit einem halben Jahr arbeitet sie in einem privaten Kindergarten als Erzieherin. Sie hat sich sehr auf diesen Job gefreut und daher erst spät gemerkt, dass ihr das Konzept dieses Kindergartens Bauchschmerzen bereitet. Barbara hat den Eindruck, dass die Kinder dort viel zu sehr verwöhnt werden und dass es zu wenig Regeln gibt, die ihrer Meinung nach für das tägliche Miteinander einfach notwendig wären. Barbara stößt bei den anderen Erziehern mit ihrer Kritik am Konzept nur auf Ablehnung und fühlt sich zunehmend isoliert. Die Arbeit macht ihr schon lange keinen Spaß mehr. WARUM?

Welche Werte sind hier im Spiel?

Barbara hat nach einiger Zeit erkannt, dass an ihrer Arbeitsstelle für sie wichtige Werte bezüglich des Umgangs mit Kindern verletzt werden – Werte wie: Ordnung, Regeln, Struktur, Kontinuität.

Diese Werte sollte sie beim nächsten Vorstellungsgespräch abklären. Wie wichtig wird dort Ordnung und Struktur genommen? Stimmen ihre Werte überein, kann sie dort in Einklang mit ihren Werten arbeiten.

Um bewusster und erfüllter leben zu können, ist es hilfreich, seine eigenen Werte genauer zu kennen, um seine eigenen Werte bewusst im Alltag verwirklichen zu können.

Finden Sie Ihre Werte heraus – sie sind es WERT! Je mehr dieser Werte erfüllt sind, desto zufriedener und glücklicher werden Sie sein.

Starten Sie positiv in den Tag!

Wie starten Sie normalerweise in den Tag?

Die Morgennachrichten in TV und Radio verheißen mal wieder nichts Gutes? “Die Krise” liegt wie ein Phantom in der Luft? Im Büro stapelt sich Arbeit und am Wochenende ist keine Zeit zum Abschalten – Besuch hat sich angekündigt? Starten Sie so oder ähnlich in den Tag?

Wir laden Sie ein, es mal anders zu probieren.

Entscheiden Sie selbst. Wir sind was wir denken!

Ja, es ist unsere eigene Entscheidung das Glück zu wählen! Wenn wir morgens aufstehen, dann haben wir die Möglichkeit, uns für einen schönen, positiven Tag zu entscheiden oder für einen schlechten, negativen Tag, den wir mit Sorgen und Missmut beginnen.

Wie wäre es, wenn Sie am Morgen 5 Minuten einfach nur ganz dankbar sind für das, was Sie haben?

Geschenke Ihres Lebens – nur 5 Minuten!

Vielleicht starten Sie ja mit einem kleinen morgendlichen Ritual. Kochen Sie sich eine Tasse Tee oder Kaffee und suchen Sie sich einen ruhigen Platz. Am besten schreiben Sie die Dinge auf, für die Sie dem Leben danken, dann ist man konzentrierter.

Zählen Sie die Geschenke – nicht die Probleme.

Vielleicht helfen Ihnen ja auch die folgenden Fragen:

  • Wofür bin ich dankbar?
  • Was ist schön an meinem Leben?
  • Was möchte ich nicht verlieren?
  • Was darf so bleiben, wie es ist?
  • Wem oder was liebe ich?
  • Wer darf mich lieben?

Probieren Sie es doch nur einmal aus. Vielleicht gleich morgen! :-)

Gern freuen wir uns über Ihre persönlichen Berichte und Erfahrungen. Schreiben Sie uns einfach einen Kommentar…

DU bist wertvoll

Ein wohlbekannter Sprecher startete sein Seminar, indem er einen Scheck von 40 € hoch hielt.

In dem Raum saßen insgesamt 200 Leute.

Er fragte: “Wer möchte diesen Scheck haben?”
Alle Hände gingen hoch.

Er sagte: “Ich werde diesen 40 € Scheck einem von Euch geben, aber zuerst lasst mich eins tun.”

Er zerknitterte den Scheck.
Dann fragte er: “Möchte ihn immer noch einer haben?”
Die Hände waren immer noch alle oben.

Also erwiderte er: “Was ist, wenn ich das tue?”
Er warf ihn auf den Boden und rieb den Scheck mit seinen Schuhen am dreckigen Untergrund.

Er hob ihn auf, den Scheck; er war zerknittert und völlig dreckig.
“Nun, wer möchte ihn jetzt noch haben?”
Es waren immer noch alle Arme in der Luft.

Dann sagte er:

“Liebe Freunde, wir haben soeben eine sehr wertvolle Lektion gelernt. Was auch immer mit dem Geld geschah: Ihr wolltet es haben, weil es nie an seinem Wert verloren hat. Es war immer noch und stets 40 € wert.

Es passiert oft in unserem Leben, dass wir abgestoßen, zu Boden geworfen, zerknittert, und in den Dreck geschmissen werden. Das sind Tatsachen aus dem alltäglichen Leben. Dann fühlen wir uns, als ob wir wertlos wären.

Aber egal was passiert ist oder was passieren wird, DU wirst niemals an Wert verlieren. Schmutzig oder sauber, zerknittert oder fein gebügelt, DU bist immer noch unbezahlbar für all jene, die dich über alles lieben.

Der Wert unseres Lebens wird nicht durch das bewertet, was wir tun oder wen wir kennen, oder wie wir aussehen… sondern dadurch wer du bist. Du bist was Besonderes und wertvoll – vergiss das niemals!

Und denk daran: Einfache Leute haben die Arche gebaut – Fachmänner die Titanic.”

Kleine Geschichte zum Nachdenken: Ein kleiner Junge und sein Papa…

Ein kleiner Junge saß mit seinem Vater im Wohnzimmer und versuchte von Zeit zu Zeit die Aufmerksamkeit seines Vaters auf ein Spiel, das er spielte oder eine Zeichnung, die er in der Schule angefertigt hatte, zu lenken. Ab und zu versuchte er auch, ihn für eine Geschichte über seine Erlebnisse an diesem Tag zu interessieren.

Aber wie so oft, sagte auch an diesem Abend sein Vater zu ihm: “Nicht jetzt, Sohn. Ich bin beschäftigt. Lass mich bitte in Ruhe diese Papiere lesen. Ich spiele mit dir, wenn ich fertig bin.” Der Junge wartete, wie an den meisten Abenden, geduldig und trotzdem … passierte nichts.

Schlussendlich sagte der Sohn: “Papa, darf ich dir eine Frage stellen?” Worauf der Vater antwortete: “Oh, natürlich, wenn ich dann endlich fünf Minuten meine Ruhe habe!”

“Wieviel verdienst du pro Stunde?”
Der Vater war empört. “Was für eine Frage ist das? Das geht dich nichts an! … Warum willst du das eigentlich wissen?” Der Junge schaute verlegen, aber sagte: “Oh, nichts. Es ist ok.” und wandte sich wieder seinen Spielzeugen zu.

Der Vater saß ungläubig in seinem Stuhl, aber sagte schließlich: “Ok, wenn du es wissen musst, ich verdiene 40 Euro pro Stunde und arbeite sehr hart dafür.”

Mit einem Lächeln antwortete der Junge: “Danke Papa, ich bin froh, dass du es mir gesagt hast.” Er rannte in sein Zimmer und ließ seinen Vater ungläubig mit seinen Papieren allein.

Ungefähr eine Minute später kehrte der Junge zurück und sagte: “Papa … kann ich mir 20 Euro leihen?” “Was?? Du fragst mich, wieviel ich verdiene und möchtest dir danach Geld leihen? Geh in dein Zimmer für deine Frechheit!” und schickte den Jungen ins Bett.

Der Vater blieb im Wohnzimmer zurück, zuerst verärgert, dann irritiert und schließlich verwirrt darüber, was der Junge gesagt hatte. “Was hat er vor?”, fragte er sich.

Nach einer kleinen Weile ging er in das Zimmer, in dem sein Sohn schlief und beobachtete wie sich seine kleine Brust mit jedem Atemzug hob und senkte. Als er sich über seinen Sohn lehnte, um ihm einen Gute-Nacht-Kuss zu geben, öffnete der Kleine seine Augen und sagte: “Entschuldige Papa, ich wollte dich nicht ärgerlich machen.” “Ist schon in Ordnung.” antwortete der Vater. Da er sich darüber ärgerte, dass er den Jungen angeschimpft hatte, griff er in seine Tasche und gab dem Jungen die 20 Euro, um die dieser ihn gebeten hatte.

Das Gesicht des Jungen hellte sich auf und er rief freudig: “Danke, danke!”. Vermutlich ist es wirklich sehr wichtig für ihn, dachte der Vater. “Was wirst du dir dafür kaufen?” fragte er. Im gleichen Moment griff der Junge unter sein Kopfkissen, zog zwei verknitterte 10 Euro-Scheine hervor, die er scheinbar für etwas Wichtiges aufgehoben hatte.

“Nun Papa, jetzt habe ich 40 Euro … ich habe mich gefragt…” stammelte er, sehr schüchtern“… kann ich mir eine Stunde nur für uns beide kaufen?”

Und wer spart gerade in Ihrem Kreis 40 € zusammen!?

Wissensriese, Umsetzungszwerg? Wie Sie Umsetzungskompetenz entwickeln können

Haben Sie auch schon mal ein Projekt angefangen, nur um dann festzustellen, dass nach einer gewissen Zeit die Luft raus war? Das kann bei allen Formen und Größen von Projekten vorkommen. Sie haben einen Berg an kreativen Ideen, doch es hapert an der Umsetzung. Sie denken nicht mehr daran oder schieben es vor sich her, ohne es ernsthaft weiter zu verfolgen. Trotz Tools und Modellen zur Zielplanung, bleibt es doch nur dabei: der Planung. Die Umsetzung fällt schon vielen deutlich schwerer. Das kann sowohl privat als auch beruflich geschehen.

Nach einer deutschlandweiten Umfrage unter Führungskräften liegt die Wahrscheinlichkeit, ein Projekt wirklich durchsetzen zu können, bei 21 Prozent; nur jedes 5. Projekt wird tatsächlich durchgeführt.

Was braucht es nun, um ein Projekt auch umzusetzen?

Im folgenden Artikel möchten wir Sie auf mögliche Stolpersteine aufmerksam machen und Ihnen Hinweise geben, wie Sie eine gestärkte Umsetzungskompetenz entwickeln können.

Erfolgsblockierer – Stolpersteine auf dem Weg zur Projekt-Umsetzung

Zunächst sei gesagt, dass Problemlösung ein sehr individueller Prozess ist und es deshalb starke individuelle Abweichungen bei der Umsetzung von Projekten gibt. Jeder Mensch nutzt eine eigene Herangehensweise. Trotzdem gibt es einige Stolpersteine („Erfolgsblockierer“), die immer wieder bei verschiedensten Projekten auftauchen:

  • Fehlender Fokus: es gibt keine klaren Prioritäten, kein klares Ziel oder Maßnahmen
  • Verzetteln in Aktivitäten: zu viele Ablenkungen, große Komplexität der Aufgabe
  • Fehlende Entscheidungen: zu viele offene Schubläden und dauerhaftes Aufschieben
  • Fehlende Zeit
  • Fehlendes Budget
  • Fehlender Glaube: fehlende Selbstwirksamkeits-Erwartung, fehlendes Selbstvertrauen
  • Fehlende Prozesse, Strukturen, Systeme
  • Zu hohe Abhängigkeit von Anderen

Einer der größten Fehler der Projektarbeit ist die fehlende Übersicht über mögliche Erfolgsblockierer. Es empfiehl sich, sich diese ganz bewusst zu machen und ihnen dementsprechend entgegen zu arbeiten.

Erfolgsblockierern begegnen

  1. Machen Sie sich mögliche Stolpersteine bewusst und versuchen Sie mit klaren Strukturen ihnen entgegenzuwirken.
  2. Übernehmen Sie für Ihre Aufgaben und Angelegenheiten bewusst die Verantwortung. Jede Verlegung nach außen auf andere nimmt Ihnen ein Stück Selbstsicherheit.
  3. Bauen Sie Vertrauen auf. Vertrauen in sich selbst und in Ihre Fähigkeiten. Unsicherheit führt zu Angst und diese führt zu Stillstand.
  4. Hören Sie bei wichtigen Entscheidungen auch mal auf Ihre Innenwelt und nicht nur auf die logische und rationale Außenwelt.
  5. Wenn Sie an einer Stelle mit Biegen und Brechen nicht weiterkommen, dann hören Sie auf zu kämpfen und lassen los. So wird sich viel leichter ein anderer Weg oder ein passenderes Ziel finden. Es scheint zunächst schmerzlich und ist auch nicht immer so leicht, da man in gewissen Denkmustern festhängt. Doch Loslassen kann in Ihnen eine unvorhergesehene Intelligenz freisetzen. Akzeptieren Sie den Ist-Zustand Ihres Projektes und urteilen Sie nicht über sich oder Ihre Fähigkeiten. Es kann sehr befreiend wirken, weder gegen den Ist- noch für den Soll-Zustand Ihres Projektes zu kämpfen. Sagen Sie sich, dass es nun mal ist, wie es ist und haben Sie vertrauen, dass sich alles finden wird.

Die aktive Umsetzungskompetenz in 8 Phasen

Wenn Sie sich nun Ihrer Blockierer bewusst sind und auch das Loslassen besser beherrschen, dann können Sie nun anhand von 8 Phasen Ihre Umsetzungskompetenz anwenden.

  1. Wählen Sie Ihr Ziel anhand der SMART-Kriterien (Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert). Achten Sie gleichzeitig auf die Attraktivität des Weges und halten Sie sich am besten mehrere alternative Wege bereit.
  2. Werden Sie sich Ihrer Werte bewusst. Tun Sie diese Aufgaben für sich oder für andere? Was haben Sie selbst davon?
  3. Gibt es gewisse Glaubenssätze, die Sie hindern? Machen Sie sich beispielsweise von der Meinung oder von dem Ansehen Anderer abhängig?
  4. Haben Sie alle Fähigkeiten, die Sie für die Durchführung eines solchen Projektes brauchen, oder müssen Sie sich noch weiterbilden? Fühlen Sie sich sicher in der Ausführung Ihrer Fähigkeiten?
  5. Machen Sie einen Öko-Check und prüfen Sie, was sonst noch für Sie hinderlich sein könnte. Hat beispielsweise der Partner ein Problem damit, dass Sie vorhaben, sich selbstständig zu machen?
  6. Erstellen Sie nun eine Strategie. Dazu gehören Pläne, Konzepte und gesetzte Meilensteine.
  7. Setzen Sie diese Strategie um. Nehmen Sie dabei allerdings dauerhaft Korrektur an Ihren Plänen und Ausführungen vor durch dauerhafte Feedback-Schleifen.
  8. Schlussendlich prüfen Sie Ihr Ergebnis. Evaluieren Sie Ihre Fortschritte und fassen Sie für sich selbst zusammen, was Sie beim nächsten Mal besser machen könnten oder was Sie dieses Mal noch zu sehr belastet hat.

Tipp 7 von 7: Diagnostic Fitness – Wo steht Ihr Unternehmen?

Es gibt vielerlei Möglichkeiten, wie Sie Ihr Unternehmen ausbauen und erweitern können. Doch bevor Sie damit beginnen ist es notwendig festzulegen, wo Ihr Unternehmen eigentlich steht. Welchen Stand hat Ihr Unternehmen und in welchen Bereichen müssen / wollen Sie mehr ausbauen?

Wir haben Ihnen im letzten Teil unserer praktischen Unternehmens-Erfolgs-Tipps einen kurzen Impuls vorbereitet, wie Sie Ihren Stand und den Stand Ihres Unternehmens überprüfen können.

Was ist Diagnostic Fitness?

Besuchen Sie ein Fitness-Studio? Dann dürfte Ihnen der sogenannte Fitness-Check bekannt sein, der vor Beginn Ihres Trainings durchgeführt wird. Für den Fall, dass Sie nicht mit den Abläufen in einem Fitness-Studio bekannt sind, wollen wir Ihnen den Prozess kurz erläutern:

Wenn Sie erstmals ein Fitness-Studio betreten, dann trainieren Sie in der Regel nicht auf der Stelle drauf los. Zuerst werden Sie einem – je nach Studio unterschiedlich umfangreichen – Fitness-Check unterzogen. Bei diesem Check werden Ihre Blutwerte, Ihr Puls und Ihre allgemeine Fitness überprüft sowie Ihre Zielsetzung ermittelt. Es wird ein Ist-Stand Ihrer körperlichen Verfassung erstellt, um daraufhin einen passenden Trainingsplan für Sie abzustimmen.

Einen ähnlichen Fitness-Check können Sie auch für Ihr Unternehmen anwenden, um herauszufinden, wo genau Ihr Unternehmen steht und was Sie tun können, um es zu verbessern. Anstatt der körperlichen Fitness wird in diesem Falle die „Philosophie“ Ihres Unternehmens überprüft.

Die Philosophie eines Unternehmens

Die sogenannte Diagnostic Fitness unterteilt sich in zwei Bereiche:

Zum einen gibt es die strategische Exzellenz.

  • Das ist sozusagen eine Art „Unternehmensphilosophie“.
  • In der strategischen Exzellenz wird hauptsächlich eine klare strategische Ausrichtung angestrebt.
  • Das bedeutet zum Beispiel, dass Sie sich darauf konzentrieren, die Dinge zu tun, die Ihnen als Unternehmer wichtig sind.
  • Gleichzeitig meint strategische Ausrichtung eine Fokussierung auf das gewünschte Erfolgsergebnis (z.B. Sie richten sich auf eine konkrete Vision, ein Ziel, eine spezifische Umsatzzahl aus).
  • Strategische Exzellenz kann beispielsweise meinen: gute Aktien, hohe Verkaufszahlen und eine vielversprechende Zukunftsvision. Eine hohe Qualität ist in diesem Falle beispielsweise erstmal nebensächlich.

Dann gibt es die operative Exzellenz.

  • Sie kann als eine Art „Führungsphilosophie“ gesehen werden.
  • Sie strebt nach Kundenorientierung, Qualität und Effizienz in allen Bereichen.
  • Zum Beispiel: Sie gehen auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden ein, konzentrieren sich auf Produkte oder Dienstleistung von hoher Qualität und effizientem Kundenservice. Sie bemühen sich um Imagesaufbau etc.

Praxisbeispiel: Der aktuelle Fitness-Check 3er Automarken

Als Beispiel wollen wir die Diagnostic Fitness einmal an ein paar Automarken durchführen:

diagnostic Fitness – Wo steht Ihr Unternehmen

Mercedes, zum Beispiel, hat derzeit eine sehr gute strategische Ausrichtung, sowie eine starke operative Umsetzung.

VW wiederum steht momentan strategisch sehr gut da, die operative Umsetzung hat durch den aktuellen Abgasskandal allerdings gelitten und steht deswegen in unserem Beispiel eher mittelmäßig da.

Dann wäre da noch Opel, eine Marke, die es in den letzten Jahren sichtlich schwer gehabt hat. Sie ist weder strategisch noch operativ besonders erfolgreich und landet damit im negativen Bereich unserer Diagnostic Fitness.

Natürlich sind diese Verhältnisse jetzt recht vereinfacht, es geht aber um die Idee dahinter.

Die Frage ist jetzt…

… wo stehen Sie? Wo steht Ihr Unternehmen? Wo würden Sie Ihr Unternehmen einordnen? Nehmen Sie sich etwas Zeit und denken Sie über den operativen und strategischen Stand Ihres Unternehmens nach.

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Tipp 6 von 7: Schärfen Sie immer wieder Ihre Säge – Ein Tipp zum Zeitmanagement

Konsequent und zielstrebig zu arbeiten ist schön und gut. Allerdings lohnt es sich auch ab und zu mal eine Pause einzulegen, um neue Kräfte zu sammeln. Deswegen sprechen wir heute einmal ein wenig über Zeitmanagement im Unternehmen.

Sägen Sie nicht wie wild drauf los…

Es gibt eine schöne Geschichte über das Zeitmanagement von Stephen Covey. Wahrscheinlich ist sie einigen unserer Leser bereits bekannt. Für alle, die noch nicht davon gehört haben, werden wir einmal einen kleinen Überblick geben.

Ein Waldarbeiter steht im Wald und zerkleinert mühsam einen riesigen Stapel Holz. Die Arbeit ist sehr anstrengend und er kommt nur langsam voran. Irgendwann kommt ein Spaziergänger vorbei und beobachtet den Waldarbeiter eine Weile. Schließlich sagt er: „Lieber Mann, schärfen Sie doch einmal Ihre Säge. Die ist ja völlig stumpf!“

Der Waldarbeiter schüttelt nur mit dem Kopf und entgegnet, dass er eine Menge Arbeit hat und ihm absolut keine Zeit bleibt, um seine Säge zu schärfen. Und so arbeitet er mit seiner stumpfen Säge mühsam weiter.

Was genau können wir aus dieser kleinen Geschichte gewinnen?

Effizienz ist der Schlüssel

Der Waldarbeiter müsste wahrscheinlich nur halb so viel Kraft und Zeit in seine Arbeit investieren, wenn er den Rat des Spaziergängers beachtet und sein Werkzeug geschärft hätte. Und diese Herangehensweise lässt sich nicht nur im Wald sondern auch in Ihrem Unternehmen anwenden.

Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie benötigen, und lehnen Sie sich einmal zurück. Schärfen Sie Ihre Säge, denken Sie über Ihre eigenen Ziele, Visionen, Ideen, Ihre Zielgruppen und Ordnungssysteme nach. Nachdenken und das daraus folgende, gezielte Arbeiten ist um Längen effizienter, als ohne Unterlass ständig in einem Hamsterrad zu laufen und dadurch Zeit und Energie zu verschwenden.

Sie werden sehen, dass sich diese einfache Investition auszahlt. Je mehr Sie gerade sagen „Guter Tipp, aber dafür habe ich momentan keine Zeit.“ – dann erst Recht … :-)

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Tipp 5 von 7: Perfektion und wissen, wann Schluss ist… im eigenen Business

Viele Menschen streben allgemein hin immer zur Perfektion, in allen Dingen und allen Lebenslagen. Allerdings ist Perfektion selten der beste Weg im Unternehmerwesen. Lassen Sie uns einmal genauer beleuchten, warum.

Perfektion – Die Umsetzungsfalle schlechthin

Perfektion ist schädlich für Sie und für Ihr Unternehmen. Es schadet uns als Menschen. Wir versuchen hundert Prozent zu geben, aber das ist völlig unmöglich. Es gibt nämlich gar keine Perfektion.

Selbst wenn Sie absolut alles geben um die perfekte Marketingstrategie zu entwickeln, wird es letzten Endes immer jemanden geben, der danach kommt und noch eine Möglichkeit findet, diese Marketingstrategie zu verbessern.

Egal was Sie tun, es gibt immer jemanden, der es im Nachhinein besser machen kann. Eine hundertprozentige Perfektion ist also völlig unmöglich und genau das ist ein Gedanke, den Sie verinnerlichen sollten. Das Streben nach Perfektion ist schädlich und unmöglich.

Perfektion und Pragmatismus für Unternehmenserfolg

Der Mensch ist ein Verbesserer

Eine zweite Sache, die Sie sich merken sollten, ist, dass wir Menschen nicht zur Perfektion geschaffen sind. Wir besitzen ein gesteigertes Potenzial, uns zu verbessern, eine Verbesserungskompetenz. Aber wir haben eine sehr schlechte Erschaffungskompetenz. Wir tun uns schwer damit, Dinge aus dem Nichts heraus zu erschaffen.

Ein Beispiel:

Sie geben einem Mitarbeiter den Auftrag, eine Mail zu verfassen. Allerdings keine Standard-Mail, sondern etwas Anspruchsvolleres. Mit großer Wahrscheinlichkeit würden daraufhin rund 80% der Mitarbeiter sagen: „Oh, das ist gar nicht so einfach.“ Viele Menschen fällt es schwer, ein weises Blatt Papier zu füllen. Wenn Sie allerdings eine fertige Mail oder einen Brief an Ihren Mitarbeiter weiter reichen, dann würden die 80% Prozent sicherlich sagen: „Ich wüsste, wie man diesen Brief verbessern könnte.“

Genau das ist die Verbesserungskompetenz, zu der die meisten fähig sind. Also seien Sie nur zu 80% perfekt. Die restliche Eingebung wird von außerhalb kommen. :-)

Wenn Sie vor einem großen Projekt stehen, dann gehen Sie nicht mit der Denkweise heran „Wenn ich etwas anfange, dann mache ich es richtig. Und weil es so schwierig ist, es richtig zu machen, lasse ich es gleich bleiben.“ Denken Sie nicht daran, alles perfekt machen zu müssen, sondern das möglichste aus sich und dem Projekt heraus zu holen, und bitten Sie danach um Verbesserungsvorschläge durch Ihre Mitarbeiter oder Partner.

Pragmatismus – Wissen, wann Schluss ist

Wir Menschen neigen oft dazu, Wissen anzuhäufen, um sicherzugehen, dass wir ausreichend informiert sind, um eine Handlung zu vollziehen. Wir wollen häufig also mehr wissen, als eigentlich notwendig ist.

Sie wissen, dass Sie jetzt handeln müssten, aber vorher lesen Sie schnell mal noch ein Buch, besuchen ein Seminar oder gehen zu Ihrem „Therapeuten“. All diese Dinge sind Schlupfwinkel, um Verantwortung zu vermeiden. All die Energie, die Sie für Ihr Handeln einsetzen könnten, fließt stattdessen in Erklärungen, das Ansammeln von Wissen und so weiter.

Zögern Sie Entscheidung, unter dem Vorwand sich noch weiterbilden zu müssen, nicht hinaus. Handeln Sie und verlieren Sie Ihre Zeit und Energie nicht im recherchieren belangloser Informationen.

Es gibt den schönen Ausspruch „Wir sind Wissensriesen und Umsetzungszwerge“ – lassen Sie das nicht auf sich sitzen. :-)

Schlusswort: Effektivität

Viele Menschen sind dem Trugschluss erlegen, sie seien effektiv. Sehr häufig sieht die Realität aber ganz anders aus. Die meisten Menschen sind effizient. Das heißt sie tun Dinge in der schnellstmöglichen Zeit. Effektivität bedeutet aber, die richtigen Dinge zu tun, also an den wirklich wichtigen Punkten zu arbeiten, die ihnen persönlich etwas bedeuten. Dinge, die wirklich Umsatz bringen, beziehungsweise die Sie in Ihrem Leben voranbringen.

Das sind die Punkte, an denen Sie effektiv arbeiten sollten. Nichts ist nutzloser, als mit großer Effizienz an den falschen Dingen zu arbeiten. Daher widmen wir den nächsten Tipps noch einmal gezielter diesem Thema…

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