In der Mitte des Lebens – Was wichtig ist? Teil 2

Falls du den ersten Teil noch nicht gelesen hast. Hier geht es zum Teil 1 des Beitrag´s: (Hier klicken)

In der zweiten Lebenshälfte ab 36 Jahren, also im Herbst und im Winter des Lebens, geht es darum sein EGO wieder abzubauen. Es geht darum nach innen zu schauen und zu entdecken, wer der Mensch jenseits der Programme und Konditionierungen ist, wer dieser jenseits des EGOs ist und was wichtig ist. Am Nachmittag des Lebens gilt es, sein wahres Selbst zu entdecken. Eine „Begegnung mit dir selbst“. Wer ist dieser Mensch ohne die vertrauten Requisiten wie Name, Partner, Beruf, Heim, Freunde, Kreditkarten auf deren zerbrechlichen Stützen die gesamte Identität aufgebaut ist? Es geht darum, sich wieder mit der Quelle allen Lebens zu verbinden.

Hervor kommt zunächst eine Person, die wir nicht kennen. Wir leben zwar schon viele Jahre mit ihr zusammen, haben uns aber noch nicht gewagt, uns selbst zu begegnen. Wir erkennen plötzlich, dass das, was wir vielleicht aufgebaut und erreicht haben, uns nicht wirklich glücklich macht. Wir stellen uns vielleicht Fragen wie „Was habe ich im Leben wirklich erreicht?“, „Was möchte ich noch in meinem Leben noch machen?“, „Was ist mir wirklich wichtig?“.  Wir beginnen zu erkennen, dass Geld, Macht und Besitz nicht mehr den gleichen Stellenwert wie am Vormittag unseres Lebens hat. Wir beginnen mit der Suche, wie wir eine Veränderung in diese Welt bringen können. Was wäre, wenn uns am Lebensende jemand die Frage stellt: „Hast du etwas getan, was mir zeigt, was du aus deinem Leben gemacht hast?“  Wie wäre deine Antwort?

Eine Tatsache ist, dass die meisten Menschen die Schwelle der Lebensmitte einfach überschreiten, ohne sich dessen bewusst zu sein. Wer jetzt am Nachmittag seines Lebens so weiterlebt wie am Vormittag, wird einen schmerzlichen Punkt erleben, bei dem dieser Mensch erkennen wird, dass er nicht mehr derselbe ist. Vieles hat sich verändert. Das, was am Vormittag noch großartig war, kann am Nachmittag nur wenig bedeuten und was am Morgen noch wahr ist, kann sich am Abend als Lüge entpuppen. Wer rechtzeitig beginnt, dies einzusehen, bewahrt sich selbst vor größeren Krisen und Enttäuschungen. Wir sollten beginnen uns selbst und unser Leben ernst zu nehmen. Denn „Wenn ich mich selbst nicht ernst nehme, wer soll mich dann ernst nehmen“?

Unsere Lebensmitte birgt eine Zeit, die mit Krisen und Chancen daherkommt. Als Krise erfahren wir eine Zeit oft, wenn wir etwas loslassen -, etwas aufgeben -oder zumindest radikal in Frage stellen müssen – etwas, was bis dahin wie selbstverständlich zu unserem Leben gehört hat und mit dem wir uns identifiziert haben. Da die meisten Menschen sich praktisch mit allem, angefangen vom Partner, Kinder, Beruf, Haus, Hobby etc. identifizieren können, ist eine Krise zu diesem Zeitpunkt sehr wahrscheinlich. Wir gehen auf einen Scheideweg zu. Es zeichnen sich deutliche Veränderungen im Leben und in der Lebensführung ab. Wir spüren immer mehr, dass wir älter werden und es dringt mehr und mehr in unser Bewusstsein, dass die Zeit läuft. Die Ermüdungserscheinungen werden immer deutlicher und das zeigt uns, dass wir kürzertreten sollten. Wir erinnern uns, wie wir am Vormittag unseres Lebens noch mit vollem Tatendrang unsere Energien entfaltet haben und dem Leben mutig – mit einer Portion Übermut – entgegengingen. Der Nachmittag des Lebens steht eher im Zeichen der Harmonie und des Gemeinschaftssinns. Die Werte verändern sich. Das, was am Vormittag noch wichtig war wie vielleicht Freiheit und Unabhängigkeit tritt langsam in den Hintergrund. Dafür rücken die Themen Gesundheit, Harmonie, Glück und Zufriedenheit in den Vordergrund.

Wir sollten uns in dieser Phase des Lebens eher als Teil eines großen Ganzen sehen. Als eine Art Puzzlestück, welches den Platz im großen Puzzle des Lebens noch sucht. Jeder von uns ist ein ganz bestimmtes Puzzlestück in diesem Spiel und wir müssen den richtigen Platz einnehmen, damit sich das Puzzle des Lebens harmonisch zusammenfügt.

An der Lebenswende vom Vormittag zum Nachmittag des Lebens, fangen wir an, nicht nur uns selbst in Frage zu stellen, sondern auch unser bisheriges Tun zu hinterfragen. Wir stellen das, was wir erwartet haben mit unserem aktuellen Sein gegenüber. Wir stellen uns Fragen wie: Welchen Sinn ergibt das Ganze? Wozu ist das gut? Soll und kann ich so weitermachen? Soll das schon alles gewesen sein? Eine aktuelle Standortbestimmung wird notwendig und wenn wir es wirklich ernst mit uns meinen, ist eine Begegnung mit unserem Selbst fast unausweichlich. Wir beginnen uns bewusst damit auseinanderzusetzten, welche Pläne und Ziele wir noch für unser Leben haben. Wir stellen uns Fragen wie: Was will ich noch erleben? Wie soll mein Leben aussehen? Wie möchte ich leben? Mit wem möchte ich leben?

Die Partnerschaft und die eigene berufliche Entwicklung werden hinterfragt oder auch sehr real in Frage gestellt. In der Ehe ist das oft die Zeit, in der ein Auseinanderleben festgestellt wird. Ehrlichkeit und Mut in der Partnerschaft ist angesagt. Getrennte und eigene neue Wege sollten ins Auge gefasst werden, da diese oft besser sind als faule Kompromisse aus Angst vor dem Alleinsein und der Unsicherheit vor dem, was kommt. Wir müssen uns Fragen stellen wie: Habe ich einen Grund zu bleiben? Nehme ich mich und mein Leben wirklich ernst?

Wenn wir an dieser Stelle kein erstrebenswertes Ziel oder eine Vision für unser Leben erkennen können, fallen wir in eine Art Sinnkrise. An dieser Stelle entsteht bei vielen Menschen eine große Angst. Es entsteht die Frage: Was ist, wenn ich nichts mehr finde? Was ist, wenn da nichts mehr ist, nichts mehr kommt? Sie versuchen diese entstehende Leere gar nicht erst aufkommen zu lassen bzw. zu füllen und machen einfach weiter wie bisher. Wir verhalten uns an dieser Stelle wie Kinder, die sich die Augen zu halten und glauben, sie werden nicht entdeckt. Dass dieser Weg in einen energielosen Alltagstrott, eine sichere Sackgasse und zum Stillstand führt, erkennen wir oft zu spät.

An diesem Übergang des Lebens wird uns bewusst, dass wir nicht ewig leben. Wir sollten das Steuer des Lebens in die Hand nehmen, die eigene Denk-, Lebens-, und Ernährungsweisen kritisch und ehrlich prüfen. Wir sollten uns Fragen stellen wie: Passt das alles noch zu mir, so wie ich lebe? Will ich das wirklich? Es geht darum Klarheit zu bekommen, sein Leben zu entrümpeln und loszulassen. Das bedeutet, sich von Menschen und Dingen zu verabschieden. Dies alles kann mit großen Ängsten verbunden sein und auch schmerzliche Entscheidungen mit sich bringen. Es kann sich wie ein kleiner Tod anfühlen denn: „Media vita in morte sumus“ – „Mitten im Leben sind wir im Tod“.

Es ist ein Prozess, der auch einiges an Zeit in Anspruch nehmen kann. Es ist eine Seelenschau, bei der wir uns unserem eigenen „Schatten“ stellen müssen. Schattenarbeit ist eine der wichtigsten Aufgaben, neben der Arbeit am eigenen Ego, wenn wir nach wirklicher Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung streben. Ich muss meine Schatten sehen und annehmen bzw. integrieren, um als Mensch ganz zu werden. Wenn wir dies nicht freiwillig und bewusst machen, wird uns wahrscheinlich das Leben durch schmerzhafte Geschehnisse, deutlich darauf aufmerksam machen und manchmal gar zwingen, etwas zu ändern.

Herman Hesse (Stufen: Ausgewählte Gedichte, Insel Verlag Frankfurt am Main, 1970)  schreibt in seinem Gedicht „Stufen“ dazu:

„Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
 Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
 Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
 Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
 Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
 Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
 Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
 In andre, neue Bindungen zu geben.
 Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
 Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“

Wir sind so etwas wie Bergsteiger. Wir befinden uns auf halber Höhe am Berg und können schon etwas in die Ferne schauen, aber den Gipfel können wir nur erahnen, denn: „Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden“. Alles darf und muss sich dabei organisch entwickeln. Wenn wir es schaffen, aus dem Überlebensmodus in den Schöpfermodus zu wechseln, kann Großartiges in unserem Leben passieren. Wir werden dabei auch immer einen Preis bezahlen müssen, aber der Lohn liegt in der Befreiung der eigenen Lebendigkeit, in die eigene Kraft zu kommen und wieder wirkliche echte Lebensfreude zu erfahren. Es ist ein Weg der Heilung und des eigenen spirituellen Wachstums.

Geh los, spiel deine Melodie und sing dein Lied. Gott schütze dich.

In der Mitte des Lebens – Unser Ego! Teil 1

„Media vita in morte sumus“ bedeutet auf Lateinisch so viel wie „Mitten im Leben sind wir im Tod“. Der Tod und die Gedanken an die eigene Vergänglichkeit ist etwas, womit viele Menschen gerade in ihrer Lebensmitte oder in Zeiten von Krisen zum ersten Mal intensiver in Berührung kommen. Etwas was gerade in unsere Gesellschaft aber sehr oft verdrängt wird. Es scheint, als täten wir so, ein ewiges Leben führen zu können. Doch gerade auch in der Mitte des Lebens anzukommen, ist zugleich auch eine große Chance. Wahrzunehmen, dass uns im Inneren etwas bewegt, kann auch eine Chance sein, in unserer eigenen Mitte anzukommen. Die Mitte des Lebens ist ein völlig naturgegebener Übergang vom Vormittag zum Nachmittag des Lebens, der uns einlädt, ihm aktiv zu begegnen und sich das eigene Ego anzuschauen.

Der Schweizer Psychiater C.G. Jung schreibt dazu: „Völlig unvorbereitet machen wir den Schritt in den Nachmittag des Lebens. Schlimmer noch, wir machen diesen Schritt mit der falschen Voraussetzung dass unsere Wahrheit und unsere Ideale uns dienen wie bisher. Aber wir können den Nachmittag des Lebens nicht nach demselben Programm leben wie den Morgen. Denn was am Morgen noch großartig war, wird am Abend nur wenig bedeuten und was am Morgen noch wahr ist, entpuppt sich dann am Abend als Lüge.“

Wir kommen an einen Haltepunkt und zugleich Wendepunkt in unserem Leben an. Dieser Punkt ist oft mit Unsicherheit, Ratlosigkeit und vielen existenziellen Fragen verbunden. Auch kann dieser Punkt von Ängsten und Erschütterungen begleitet sein. Es verlangt nach einer Neuorientierung im eigenen Leben, die innerlich spürbar wird. Es gibt eine Art inneren Ruf, den es zu hören und im besten Fall auch zu folgen gilt.

Die Lebensmitte wird bei etwa 35 Jahren gesehen, obwohl die Lebenserwartung in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. In einem Interview dazu sagt C.G. Jung: „Zum Beispiel ist das 35. Jahr für viele Menschen ein sehr kritisches Jahr, weil da eine größere Veränderung stattfindet, von der man nichts weiß. An dieser Stelle kann sich die Weltanschauung in einer merkwürdigen Weise verändern.“ Das Tal des Lebens wird durchschritten.

Was passiert, wenn der Halbzeitpfiff des Lebens ertönt? Schauen wir dazu auf den menschlichen Lebenszyklus, der grob gesagt aus Geburt, Leben und Tod besteht. In den ersten 35 Jahren, also im Frühling und Sommer des Lebens, entfalten wir unser Ich. Es geht darum, seine Stärken zu entfalten. Wir messen uns mit anderen und wollen unsere Träume und Sehnsüchte leben. Wir sind mit unserem Aussehen und Körper beschäftigt und wie wir auf andere wirken. Wir gehen raus und wollen die Welt erobern. Wir wollen unser Bestes tun und der oder die Beste werden. Wir vergleichen uns mit anderen und wollen siegen. Wir entwickeln unsere eigenen Werte und Vorstellungen über das Leben und urteilen und verurteilen oft andere, die diese nicht mit uns teilen. Wir versuchen uns zu entfalten und unseren Platz im Leben zu finden. Wir sind davon überzeugt, dass uns dies oft nur mit Kampf gelingt. Wir befinden uns im sogenannten Überlebensmodus. Wir sind mit unserer Aufmerksamkeit im Außen bei anderen Menschen. Natürlich sind nicht alle Menschen geneigt, sich auf dieses Spiel einzulassen und suchen ihr Heil eher im Rückzug. Sie machen sich selbst klein aus Angst vor der eigenen Größe, dem eigenen Licht. Sie versuchen es damit, lieber „kleine Brötchen zu backen“. In welche Richtung sich auch immer unser EGO entwickelt. Sicher ist, dass es sich meist unbemerkt von unserer Wahrnehmung entwickelt und aufbaut. EGO ist das lateinische Wort für ICH. EGO ist eine Identifikation – EGO heißt wir identifizieren uns mit etwas. Es gibt vier wesentliche Aspekte, mit denen sich unser EGO identifiziert.

Der erste Aspekt, den uns unser Ego einredet ist: „Ich bin was ich habe.“ Und so kommt es dazu, dass es nie genug scheint und immer mehr Besitz angehäuft werden muss. Das ist das Mantra unserer modernen Gesellschaft. Das Dilemma dabei ist: „Wenn du bist, was du hast und dann deinen Besitz verlierst, verlierst du gleichzeitig dich selbst.“

Das EGO identifiziert sich allerdings nicht nur mit dem Besitz, sondern auch mit dem zweiten Aspekt: „Ich bin was ich tue.“ Wenn wir diesem Irrglauben erliegen glauben wir, dass unser gesamter Wert als Mensch von unserer Leistung und unserem äußerlichen Erfolg abhängig ist. Ich muss also die Karriereleiter hinaufklettern, etwas in der Gesellschaft darstellen, mehr Geld verdienen und mit anderen darum kämpfen. Wir sind in einem Konkurrenzdenken gefangen, da uns das EGO einredet: „Das Leben ist ein Wettkampf.“

Der dritte Aspekt ist: „Ich bin das, was andere von mir denken.“ Oft genug werden wir schon als Kind dazu erzogen, darauf zu achten, was die anderen von mir denken. Und wenn die anderen mich nicht mögen, dann stimmt etwas nicht mit mir. Das führt dazu, dass wir in unserem Leben ständig bemüht sind uns anzupassen. Ein großer Teil der Lebensenergie wird dafür verwendet, einer bestimmten Rolle gerecht zu werden. Das erschöpft auf Dauer und macht uns müde. Wir leben etwas, was wir nicht sind.

Der vierte Aspekt des EGO´s lautet: „Ich bin getrennt“  Das bedeutet ich bin abgeschnitten von den anderen Menschen, von der Quelle Gottes, der göttlichen  Intelligenz, etwas was größer ist als ich selbst oder wie auch immer wir das für uns bezeichnen. Ich bin also abgeschnitten, getrennt und muss für mich alleine sorgen. Damit wird unser Leben oft genug zu einem einzigen Kampf voller Angst und Zweifel. Nach der Geburt meinen zuerst unsere Eltern: „Jetzt übernehmen wir“ und später sind wir es selbst. Durch das „jetzt übernehmen wir“, führen wir einen neuen Bestandteil ein. Wir entfernen sozusagen die Perfektion und drängen Gott aus unserem Leben. Unser EGO beginnt zu wachsen. Das Wort EGO kann auch verstanden werden als die Eliminierung von GOtt.

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Tagesimpuls: Was würdest du tun, wenn du nur noch ein Jahr zu leben hättest?

Was für eine Frage? Aber bevor du jetzt weiterliest, nimmt dir bitte zunächst Zeit, diese Frage in dir wirken zu lassen: Was würde ich jetzt tun, wenn ich nur noch ein Jahr zu leben hätte? Oder anders: Was würde ich jetzt sofort ändern, wenn ich nur noch ein Jahr zu leben hätte? Schließe für einen Moment deine Augen. Welche Gedanken und Gefühle, welche Antworten tauchen in dir auf? Lass diese Frage an dich herantreten und wirken. Was macht dieser Gedanke mit dir? Was ist dein erster Impuls, der auftaucht? Schreib alles auf, was dir jetzt bewusst wird.

Vielleicht etwas ungewöhnlich. Doch sich bewusst mit der Zeit zu beschäftigen und mit dem, womit diese gefüllt wird, schafft das Bewusstsein für unsere Wünsche, unsere Ziele, unser Leben. Wir nehmen sozusagen den Tod als Lehrmeister. Die meisten Menschen schlafen ihr Leben lang und wachen erst auf, wenn sie sterben. Steve Jobs, der Gründer von Apple sagte immer, dass für ihn das wichtigste Mittel dass er je gefunden hat um große Entscheidungen zu treffen, die Erinnerung daran ist, dass er bald tot sein wird.

Ich persönlich habe zu dieser Frage eine App auf meinem Handy installiert. Diese lässt die Zeit rückwärts laufen. Ich tue so, als ob mein Sterbetag bereits feststünde. Die App ist auf ein Jahr eingestellt. Ein Jahr, das ich bewusster leben werde, weil ich mir immer wieder vor Augen halte, wie vergänglich das Leben ist. Der Tag meines fiktiven Todes ist der 06. August 2022 und diese Zeit läuft Sekunde für Sekunde ab. Bei allem, was ich tue, frage ich mich täglich: Würde ich das tun, wenn ich nur noch ein Jahr zu leben hätte? Selbst beim Schreiben dieses kurzen Artikels habe ich mich das auch gefragt und meine Antwort war: JA! Diese einfache Frage hat in meinem persönlichen Leben sehr viel verändert.

Nimm einfach deine ganz persönlichen Antworten und erste Impulse auf diese Frage mit. Und falls du diese App ebenfalls nutzen möchtest, dann findest Du den Linkt hier: Countdown Star 4+ Event Timer von Joseph Merrill im Google App Store
https://apps.apple.com/de/app/countdown-star/id576177593

Wertschätzung im eigenen Leben erfahren

Denk bitte einen Augenblick über folgende Frage nach:
Wann hast du zum letzten Mal wirklich tiefe und aufrichtige Wertschätzung erfahren?“

Wusstest du, dass tief empfundene Wertschätzung uns selbst gegenüber mehr Freiheit und Leichtigkeit in das eigene Leben bringt? Wusstest du, dass Wertschätzung die Heilung des menschlichen Körpers und Geistes enorm erleichtern kann? Wirklich aufrichtige Wertschätzung hebt, inspiriert und treibt uns an, dass zu erreichen, was wir nicht für möglich gehalten haben.

Warum nicht einfach eine einfache Übung versuchen? Es dauert nur eine Minute – ich denke, du wirst von den Ergebnissen überrascht sein.

Die Wertschätzung – Übung:

Herzfokus: Konzentriere deine Aufmerksamkeit auf dein Herz und atme ein wenig tiefer als normal für 5 oder 6 Sekunden ein.

Herzatmung: Stell dir vor, wie du langsam durch dein Herz atmest.

Herz-Gefühl: Aktiviere ein positives Gefühl, während du konzentriert durch dein Herz atmest. Erinnere dich an eine Zeit, in der du dich innerlich ganz wohl gefühlt hast und lasse das Gefühl in die aufsteigen und erleben. Erinnere dich an einen besonderen Ort oder die Liebe, die du für einen engen Freund, Verwandten oder Partner empfindest. Der Schlüssel liegt in dem, was du wirklich liebst und schätzt.

Wie fühlst du dich? Bemerkst du ein größeres Gefühl von Leichtigkeit, Wohlbefinden oder Entspannung?

Willst du noch tiefer gehen? Bringe auf diese einfache Weise größere Wertschätzung in dein Leben:

1. Wertschätzungs-Pausen: Nimm zwei oder drei Anerkennungs-Pausen pro Tag – idealerweise am frühen Morgen, während der Arbeit, zu Hause oder vor dem Schlafengehen. Befolge einfach    die oben genannten einfachen Schritte. Es dauert nur zwei Minuten, um ein geistiges, emotionales und körperliches Gleichgewicht zu erreichen.

2. Wertschätzungs- oder Anerkennungsliste: Erstelle eine Liste von Dingen, die du schätzt – Menschen, Orte, Aktivitäten, Haustiere – und wähle jeden Morgen ein oder zwei aus, die du während des Tages in deinem Herzen hältst. Wähle vor dem Schlafen gehen wieder Menschen, Gegenstände, Orte, Geschehnisse aus, um sie in deinem Herzen zu halten, während du schläfst.

3. Wertschätzung im Moment: Behalte deine Wertschätzung-Liste den ganzen Tag bei dir z.B. in einer Tasche, vor deinem Computer oder anderswo. Wähle in stressigen Momenten einen Gegenstand etc. aus, der bei dir schnell Wertschätzung und Anerkennung hervorruft. Es kann einen stressigen Tag oder Moment in einen verwandeln, der einfach wieder fließt – in 30 Sekunden oder weniger.

„Ich habe gelernt, dass die Leute vergessen werden, was du gesagt hast, die Leute werden vergessen, was du getan hast, aber die Leute werden niemals vergessen, wie du sie dazu gebracht hast, dich zu fühlen.“ – Maya Angelou

Wertschätzung als Schlüssel

Setze die Kraft deines Herzens ein, um Gefühle der Wertschätzung zu erzeugen und aufrechtzuerhalten, um dein eigenes Wohlergehen zu steigern. Das Praktizieren dieser Wertschätzungsübungen beschleunigt die Verbindung mit deinem eigenen Herzen. Sich selbst und andere wertschätzen hilft, die Farbe in unserer manchmal :-) schwarz-weißen Wahrnehmung des Lebens wiederherzustellen.

Indem du einfach das positives Gefühl, der aufrichtiger Wertschätzung aktivierst, kannst du deine Herzrhythmus-Kohärenz erhöhen. Dies reduziert emotionalen Stress (inneren Kampf) sowie psychischen Druck und wirkt sich nachweislich auf deine Gesundheit aus.

Die Definition von Dr. Rollin McCraty über Kohärenz besagt: „Kohärenz ist der Zustand, in dem Herz, Verstand und Gefühle energetisch verbunden zusammenarbeiten. In diesem Zustand bildet sich Resilienz – in der sich die persönliche Energie steigert, nicht verbrauchtdie mehr Energie zur Verfügung stellt um Absichten und harmonische Zustände zu verwirklichen.“

Probiere es aus und gönne dir mehrmals täglich eine Portion persönliche Wertschätzung.

Was hast du für Träume?

Jeder von uns hat Träume… Jeder von uns, möchte tief in seinem Herzen daran glauben, dass er ein spezielles Talent oder eine Begabung hat. Damit möchten wir gern etwas verändern. Wir möchten andere Menschen vielleicht auf ganz besondere Art und Weise berühren. Wir möchten unser Leben gestalten. Wir möchten die Welt zu einem besseren Ort machen.

Was ist dein Traum?

Vielleicht gibt es ja einen Traum, den du als Kind oder als Erwachsener hattest, den du aber im Laufe der Zeit vergessen oder aufgegeben hast. Welchen Traum möchtest du dir noch erfüllen? Nimm dir einen Augenblick Zeit. Vielleicht magst du dazu die Augen schließen und zunächst ein paar tiefe Atemzüge nehmen. Stell dir deinen Traum vor deinem inneren Auge vor, als wenn er bereits Realität ist. Vielleicht gibt es da ja etwas zu sehen, ein Bild oder ein Film und vielleicht gibt es da auch etwas zu hören, zu fühlen oder zu riechen. Nimm wahr, was es wahrzunehmen gibt und tu so als ob du deinen Traum bereits erreicht hast. Wie würde dein Leben heute aussehen, wenn dieser Traum bereits Wirklichkeit ist?

Nimm dir jetzt einen Moment Zeit um zu träumen. Überlege dir, was du dir für dein Leben wünscht.

Was Sie motiviert

Zunächst ein paar Fragen an Sie:

  • Warum gehen Sie morgens eigentlich zur Arbeit? Wollen Sie sich auf der Arbeit selbst verwirklichen oder mangelnde Anerkennung vermeiden?
  • Warum treiben Sie vielleicht regelmäßig Sport? Wollen Sie sich vielleicht sportlich fit halten oder dem Winterspeck aus dem Weg gehen?
  • Warum ist es Ihnen vielleicht wichtig, zumindest einmal im Jahr mit Ihrer Frau oder Ihrem Mann in den Urlaub zu fahren? Wollen Sie sich mit Ihrer Frau / Ihrem Mann gemeinsam am Strand entspannen und neue Welten kennen lernen oder viel mehr das drohende Burn-Out-Gefühl am Arbeitsplatz verhindern?

Was diese Fragen bezwecken!?

Es geht um Ihre persönliche Motivation, warum Sie täglich die Dinge tun, die sie tun – oft vielleicht auch unbewusst, aus Gewohnheit, ohne sie zu hinterfragen.

Doch hinter Ihren täglichen Handlungen steckt eine bestimmte, persönliche Strategie – ohne dass Sie sich dieser vielleicht bewusst sind. Sie handeln nach bestimmten Mustern.

Welche (Motivations-) Muster?

In unseren Seminaren und Coachings arbeiten wir mit verschiedenen Mustern, nach denen Menschen handeln und entscheiden, so genannte Motivationsmuster und Muster der Informationsverarbeitung.

Eines dieser Motivationsmuster, nach denen Sie vielleicht handeln, bestimmt Ihre Motivationsrichtung:

Wie halten Sie Ihre tägliche Motivation aufrecht – beispielsweise, wenn Sie morgens zur Arbeit gehen?

In welche Richtung zeigt Ihre Motivation?

Ist Ihre Motivation auf ein Ziel gerichtet ODER darauf, wie eine Situation am besten vermieden werden kann?

Hin zu:

lab profile hinzu

Menschen mit einem Hin-zu-Muster bleiben zielfokussiert. Sie denken an zu erreichende Ziele. Sie sind motiviert, etwas zu bekommen und zu erreichen. Sie können oft gut mit Prioritäten umzugehen. Ihre Ziele sind ihre Motivationsquelle.

Weg von:

lab profile wegvon

Menschen, die Weg-von motiviert sind, erkennen sehr schnell, was zu vermeiden oder loszuwerden ist oder aus anderen Gründen nicht passieren soll. Vorhandene Probleme und Schwierigkeiten geben ihnen Handlungsmotivation – Probleme, die es zu lösen gilt. Weg-von Menschen sind großartige Trouble-Shooter und Fehler-Finder.

Tendenzen:

Oft gibt es in unserem menschlichen Motivationsverhalten Tendenzen, manche Menschen sind eher „hin zu“, andere eher „weg von“ motiviert.

Gleichzeitig ist eine Kombination aus beidem möglich: Warum treiben Sie vielleicht regelmäßig Sport? Vielleicht, weil Sie sich sportlich fit halten und gleichzeitig dem Winterspeck aus dem Weg gehen wollen.

Hinterfragen Sie Ihr Verhalten und erkennen Sie Ihre Motivation

Warum ist Ihnen etwas Bestimmtes – beruflich oder privat – wichtig? Was bedeutet dies Ihnen? Wollen Sie etwas Bestimmtes erreichen oder lieber etwas vermeiden?

Wir wünschen Ihnen erfüllende Motivationen für Ihr tägliches Handeln!

Loslassen lernen: Wie Du Vergangenes loslässt und aufhörst zu kämpfen

Wir Menschen sind ständig am Kämpfen. Wir halten ständig an etwas fest und es fällt uns schwer loszulassen. Festhalten an etwas oder jemanden bedeutet immer einen inneren Kampf. So halten wir oft fest und kämpfen zum Beispiel mit den Problemen der Vergangenheit auf ganz unterschiedliche Arten:

  • wir bedauern „Fehler“, was dazu führt, dass wir uns schlecht fühlen
  • wir fühlen Wut auf jemandem, der uns (aus unserer Sicht) etwas getan hat
  • wir spüren Frustration über bisherige Entwicklungen im eigenen Leben
  • wir haben den Wunsch, dass etwas anders gelaufen wäre
  • wir erzählen uns immer wieder eine Geschichte über Geschehnisse, die uns deprimieren, verletzen oder traurig machen
  • wir durchleben immer wieder einen Streit, der uns nicht mehr aus dem Kopf geht
  • wir denken immer wieder darüber nach, was gerade jemand getan hat und wovon wir uns einfach nicht lösen können

Das ist ein ständiger Kampf im Kopf!

Loslassen lernen

Stelle dir z.B. nur einen Augenblick vor, du bist ein Krieger, der ständig auf neue Feinde trifft und diese bekämpfen muss. „Koste es was es wolle.“

Das Kämpfen erfordert den Einsatz von unglaublich viel Energie. Deine innere Energie, die ständig aufgebracht werden muss. Ein Energieeinsatz der dich mit der Zeit müde macht und auslaugt. Viele von uns merken es dann, wenn Sie plötzlich einmal zur Ruhe kommen (z.B. am späten Abend oder im Urlaub) und dann – hoffentlich – auf dem Sofa „zusammenbrechen“. Auch der stärkste Krieger braucht irgendwann einmal Ruhe und eine Auszeit. Wenn wir darüber sprechen, dann spiegelt es sich auch ganz klar in unserer Sprache wieder. Wir sprechen dann vom „Kopfkino“ oder „ich zerbreche mir den Kopf darüber“ oder „ich kann nicht abschalten“ u.v.m. Wie anstrengend das auf Dauer ist und welchen permanenten Druck das erzeugt, dem wir da standhalten, wissen wohl die meisten von uns. Wir können aber loslassen lernen.

Was wäre, wenn wir einfach die Dinge loslassen lernen könnten, die passiert sind und stattdessen im jetzigen Moment ankommen würden?

Was wäre, wenn wir die Vergangenheit einfach Vergangenheit sein lassen würden und uns von ihr entlasten und lösen könnten?

Was wäre, wenn wir das Festhalten an der Vergangenheit, die uns momentan verletzt, lösen… und wir das Loslassen lernen eher als einen Akt der Selbstliebe ansehen, um heilen zu können?

Loslassen lernen

Genau das setzt in diesem Augenblick unglaublich viel Energie frei, die dir plötzlich zur Verfügung steht. Du löst dich von den eigenen mentalen Fesseln und gewinnst persönliche Freiheit. Freiheit von den eigenen oft negativen und begrenzenden Gedanken. In meinem persönlichen Leben nehme ich das als eine Art persönlichen Durchbruch und Wachstumsschub war. Im Einzelcoaching oder auch im Kursangebot „Meditation und Achtsamkeit – Ein Leben ohne Stress“ werden wir uns genau damit beschäftigen.

Obwohl es nicht immer leicht ist und zunächst ein wenig Übung braucht, können wir dies erreichen. Hier ist ein 4-Schritte-Modell, welches ich empfehle, wenn du loslassen lernen möchtest. Du kannst dazu auch für einen kurzen Moment die Augen schließen.

Loslassen lernen in 4 Schritten

Schritt 1: Erkenne, was dich verletzt.

Im Moment hast du irgendeine Form von Schmerzen oder Schwierigkeiten. Du spürst z.B. Wut, Frustration, Enttäuschung, Reue, Traurigkeit. Vielleicht ärgerst du dich immer noch über ein Gespräch mit deinem Partner oder Kollegen? Vielleicht über eine verpasste Chance? Vielleicht über einen begangenen Fehler? Vielleicht fühlst du dich gerade einfach etwas frustriert? Vielleicht beschäftigt dich etwas, was du einfach nicht aus dem Kopf bekommst, was genau ist es?

Erkenne zunächst das Problem.

Mach dir als nächstes klar, dass es eine „nur eine Geschichte“ in deinem Kopf ist, die dich beschäftigt. Dabei ist es egal, ob sich diese Situation kürzlich oder schon vor einer gewissen Zeit ereignet hat. Du wirst das Gefühl haben, dass das Problem oder der Schmerz dem entspringt, was damals passiert ist. Aber was geschehen ist liegt in der Vergangenheit. Es ist „vergangen“. Den Schmerz fühlst du allerdings gerade jetzt immer und immer wieder. Der Grund hierfür ist deine Geschichte über die Situation in deinem Kopf.

„Geschichte“ soll hierbei nicht etwa „Märchen“ bedeutet. Es bedeutet aber auch nicht, dass es die „Wahrheit“ ist. Das Wort „Geschichte“ impliziert kein gut oder böse, richtig oder falsch oder irgendein anderes Urteil. Es bezieht sich allein auf den Prozess, der in deinem Kopf stattfand.

  1. Du erinnerst dich, was passiert ist.
  2. Du hast eine Perspektive auf die Geschehnisse, ein Urteil, eine Möglichkeit die Dinge zu sehen, die dich vielleicht auch als den Geschädigten darstellt.
  3. Dies induziert eine (meist negative) Emotion.

Also nimm deine Geschichte zunächst einfach als Erleben der Dinge an. Verurteile und Werte das Erleben oder dich selbst dabei nicht. Es ist ganz natürlich eine eigene Sicht auf die Dinge zu haben. Du solltest dabei eben nur erkennen, dass es deine ganz persönliche Ansicht ist, die gleichzeitig der Grund für deine Schwierigkeiten, Frustration und Schmerzen ist.

Der Ablauf der oft unbewussten Prozesse hierbei sieht in etwa so aus:

  1. Erinnerung, Gedanken, Bilder, Sätze, innere Stimmen im Kopf (z.B. an eine alte Geschichte)
  2. Ausmalen und wiederdurchspielen der Geschichte (oft in Farbe und allen Details)
  3. Gefühle werden – meist unbewusst – immer wieder gespürt (oft genauso intensiv als wenn ich es gerade in Echt erlebe)

Schritt 2: Bleibe bei deinem physischen Empfinden

Als nächstes solltest du dich von der Geschichte in deinem Kopf abkehren und dem Gefühl in deinem Körper zuwenden. Das ist das physische Empfinden: es zeigt sich beispielsweise als Enge in der Brust, als Leere, als ein stechender Schmerz, als Energie die vom Solar Plexus aus in den ganzen Körper strahlt, ein Stechen im Herzen, Druck bzw. ein flaues Gefühl im Bauchbereich oder viele andere Formen.

Du solltest dich dem physischen Empfinden praktisch stellen und deine Aufmerksamkeit von der Geschichte in deinem Kopf auf deine Gefühle im Körper konzentrieren.

Kleiner Tipp um die eigenen Gefühle zu erforschen:

Um sich darauf einzulassen ist das Entscheidende, dass du dich mit zwei Fragen auseinandersetzt:

  1. Bin ich jetzt bereit, dass Gefühl zu fühlen, selbst mit der Angst das es mich überwältigt?
  2. Und: Warum will ich es eigentlich fühlen?

Wenn wir bereit sind die Gefühle zu fühlen, egal, was dabei auf uns zukommt, dann ist das so etwas, wie das Gefühl einladen. Diese Einladung entsteht aus dem Wunsch heraus, die Wahrheit zu entdecken.

Bleibe dort und tritt dem Gefühl mit Mut entgegen – normalerweise vermeiden wir das Gefühl eher, da es unangenehm ist und Angst verursacht.

Bleibe dort und erkunde das Körpergefühl mit Neugier:

  • Wie fühlt es sich an?
  • Wo ist es zu lokalisieren?
  • Verändert es sich?
  • Wie groß ist es?
  • Welche Form hat es?

Wenn es unerträglich werden sollte, dann teile den Prozess in kleine Teilschritte auf; finde einen Weg, der für dich möglich ist. Wenn das Gefühl intensiv war, dann kann der Prozess des Zuwendens ebenfalls sehr intensiv werden.

Allerdings haben wir für die Gefühle immer auch die Gewissheit, dass wir es durchstehen können, dass dies nicht das Ende der Welt ist. Es ist oft sogar nur eine kurze Unannehmlichkeit, kein schwarzes Loch, dass alles verschlingt, nichts worüber man in Panik ausbrechen müsste.

Bleib bei diesem Gefühl und sei sanft und freundlich. Umarme das Gefühl, wie du es bei einem guten Freund tun würdest. Du wirst so besser mit unangenehmen Erfahrungen umgehen können und einen Weg des Mutes beschreiten.

Schritt 3: Atme aus. Lass los.

Atme deine Schwierigkeiten ein und atme Leichtigkeit und Frieden aus.

Es handelt sich hierbei um eine tibetanisch-buddhistische Übung namens „Tonglen“: Atme jegliches schwierige Gefühl ein, was du fühlen könntest und atme ein Gefühl der Entlastung von diesen Schwierigkeiten aus.

Loslassen lernen

Zum Beispiel:

  • Wenn du frustriert bist, atme die gesamte Frustration ein und atme Frieden aus.
  • Wenn du traurig bist, dann atme deine gesamte Trauer ein und atme Glücks-Gefühle aus.
  • Wenn du etwas bereust, atme die gesamte Reue ein und atme Freude und Dankbarkeit aus.

Tu dies für eine Minute.

Verbildliche wie du die Frustration in dich aufnimmst und dann das Gefühl des Friedens, wie es aus dir strömt und alle frustrierten Menschen um dich herum gleichzeitig mit ansteckt.

Diese wunderbare Übung kannst du jeden Tag (gern auch mehrmals) durchführen. Anstatt von deinen Problem-Gefühlen wegzulaufen, nimmst du es in dich auf, absorbierst es. Das tust du übrigens dabei auch für die anderen Menschen in deiner Umgebung, was uns aus unserem egozentrischen Modus herausbringt und uns auf andere Menschen fokussieren lässt.

Sobald du damit beginnst, fängst du automatisch an, deinen Schmerz und deine Schwierigkeiten loszulassen.

Schritt 4: Kehre dich mit Dankbarkeit dem „Jetzt“ zu

Wenn du fühlst, dass du losgelassen hast, anstatt dich weiterhin nur in deiner „Kopf-Geschichte“ zu befinden, dann sieh dich im Hier und Jetzt um.

Was siehst du?

Schätzt du, was du siehst? Wofür genau kannst du in diesem Augenblick dankbar sein?

Wieso ist dieser Schritt wichtig?

Weil wir uns eher darauf konzentrieren, was uns mal widerfahren ist, anstatt was im Moment geschieht. Wir schätzen den jetzigen Moment nicht. Das können wir ja auch gar nicht – unsere Köpfe sind voll mit Vergangenem.

Das Leben findet jedoch genau in diesem Augenblick statt und nicht gestern und nicht morgen.

Wenn wir also beginnen die Vergangenheit loszulassen, haben wir unsere Kelche entleert und erlauben ihnen, dass sie mit der Gegenwart gefüllt werden. Dann sollten wir uns der Gegenwart zuwenden und dankbar dafür sein, was wir im Moment haben, anstelle von dem unglücklich erfüllt zu sein, was wir nicht haben.

Mit etwas regelmäßiger Übung können wir loslassen lernen. Der „Krieger“ im Kopf wird immer leiser und du wirst mehr und mehr bemerken, dass bei dir innerliche Ruhe und Entspannung einkehren.

Loslassen lernen und nicht mehr kämpfen oder an etwas oder an jemanden festhalten, bedeutet für dein Leben, ein Leben im Fluss und ein Leben im „Hier und Jetzt“.

Im Kurs „Meditation und Achtsamkeit – Ein Leben ohne Stress“ werden wir uns genau damit beschäftigen. Gern kannst du dich auch für den Newsletter eintragen, um weitere Artikel zu empfangen.

Der Macho Faktor Test

Sind Sie ein Macho? Wie viel „Macho“ steckt in Ihnen?

Einer der schwierigsten Aufgaben am Arbeitsplatz ist es, jemanden zu überzeugen, der oder die eine “Macho-Haltung” einnimmt. Jeder weiß, wie schwer es ist Ideen zu entwickeln, um jemanden, der alles weiß und im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, zu überzeugen.

Manchmal sind wir es ja auch selbst, die unter Umständen zu Machos werden können.

Wieviel “Macho” steckt in Ihnen?

Hier unser Macho-Faktor-Test nach Shelle Rose Charvet (nicht nur für Männer :-) ):

Der Macho-Faktor-Test „10 Fragen um herauszufinden ob Du ein Macho bist“.pdf

Kennen Sie Ihre Werte?

Ein Musiker muss musizieren,
ein Maler muss malen,
ein Dichter muss schreiben,
wenn er in Frieden mit sich leben will.
Abraham Maslow

Werte?

Ich frage mich selbst gerade: Wann hast du das letzte Mal über deine Werte nachgedacht?

Woran denken Sie, wenn Sie das Wort “Werte” hören? An Wertsachen, Vermögen, Kostbarkeiten, Sachwerte, Geldwerte, Marktwerte oder Tauschwert?

Vielleicht aber auch an frühere Zeiten? An Tugenden, Bedeutsamkeiten, Nutzen, Würde, (Lebens-) Prinzipien, Leitbilder, Ideale, Wertmaßstäbe oder Wertvorstellungen.

An den Werteverlust in unserer Gesellschaft?

Werte in UNSEREM Leben? In IHREM Alltag? Hier und jetzt?

Dieser Artikel möchte Sie zu einer kleinen Reise in die Welt Ihrer Werte einladen. Keine pädagogische Reise nach dem Prinzip: “Wo sind denn bloß Ihre Werte hin?” Nein. Eine Reise zu dem Wichtigsten in Ihrem Leben.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt:

Was sind Werte? Das Wichtigste in meinem Leben?

Schaut man sich in den unzähligen Büchern der Psychologie, der Philosophie, der Pädagogik oder etwa der Theologie um, so wird man kein einheitliches Verständnis, von dem, was Werte sind, finden. Wohl aber einen einheitlichen Grundton.

Demnach sind unsere eigenen Werte unsere persönlichen Überzeugen – etwas, was wir für besonders wichtig halten. Etwas besonders WERTvolles in unserem Leben.

Darüber hinaus helfen uns unsere Werte, uns in der teilweise unüberschaubaren Welt zu orientieren, vielleicht ein Ziel vor Augen zu haben, etwas uns Wichtiges zu pflegen und uns dafür einzusetzen. Mit Hilfe unserer Werte entscheiden wir auch für uns selbst, ob wir etwas als richtig oder falsch betrachten. Das, was Sie als richtig betrachten, kann ein Mensch aus Ihrem Umfeld völlig anders sehen. Jeder besitzt ganz individuelle Werte und definiert sie für sich ganz verschieden.

Werte leiten unseren Focus jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde…

Wozu sollte ich meine Werte überhaupt kennen?

Wenn doch die Werte so wichtig für uns und unser Leben sind, warum kennen wir sie dann nicht oder nur ein bisschen. Oder können Sie mir auf Anhieb Ihre 10, oder sagen wir wenigstens die 5 wichtigsten Werte für Ihr Privatleben nennen? Was ist Ihnen dort wichtig?

Viele Menschen leben unbewusst nach Ihren Werten. Werden unsere Werte im Alltag erfüllt, fühlen wir uns wohl. Wenn aber unsere Werte verletzt werden, bekommen wir schnell ein ungutes Bauchgefühl.

Oft wissen wir dann allerdings nicht so richtig warum. Viele Konflikte entstehen durch die Gegensätzlichkeit von Werten.

Konflikte durch unsere Werte?

Ein Streit mit dem Firmenpartner über eine neue Investition findet keinen Kompromiss – vielleicht liegt es an den unterschiedlichen Wertvorstellungen der beiden. Vielleicht ist dem einen Partner der Wert “Sicherheit” sehr wichtig, der andere liebt neue “Herausforderungen”.

Eine harmonische Ehe – und das schon seit Jahren??, fragt sich manch eingeladener Gast bei einer Silberhochzeit. Vielleicht teilen die beiden Eheleute einfach dieselben Werte. Vielleicht kennen Sie aber auch die Dinge, die ihrem Partner wichtig sind und können so darauf gegenseitig Rücksicht nehmen.

Werte bestimmen unser Leben?

Hinter unserem täglichen Verhalten verbergen sich unsere Werte. Sie sind die inneren Motivatoren für unser Handeln. Werte führen uns entweder hin zu einem erstrebenswerten Ziel (Hin-zu-Werte) oder aber weg von einem Problem (Weg-von-Werte).

Werte geben uns also die Orientierung für das WERTvolle oder für Dinge, die wir persönlich eher ablehnen würden.

Häufig genannte Hin-zu-Werte sind Liebe, Glück, Sicherheit und Abenteuer. Häufig genannte Weg-von-Werte sind Krankheit, Stress, Streit und Angst.

Erfüllung in unseren Werten?

Das Gefühl persönlicher Zufriedenheit und Ganzheit resultiert meist aus der Erfüllung unserer persönlichen Werte – wenn wir unsere Werte leben können. Die Personen, die Du liebst oder mit denen Du befreundet bist, die Art wie Du Kinder erziehst oder erziehen würdest, welche politische Richtung Du unterstützt, wie Du Deine Arbeit ausführst, die Kleidung, die Du trägst, die Lebensmittel, die Du verzehrst, sind von den individuellen Werten bestimmt, die Du für Dich in Anspruch nimmst. Fühlen wir uns nicht wohl, kann das auch daran liegen, dass unbewusst unsere Werte verletzt werden.

Dabei läuft vieles sehr unbewusst ab. Manchmal haben wir mit jemandem oder einer Sache in unserem Leben einen Konflikt, und wissen gar nicht genau warum. Oder wir sind nicht 100 Prozent zufrieden mit unserem Leben, und wissen auch nicht genau warum. Oft hat dies mit unseren (unerfüllten) Werten zu tun. Daher lohnt es sich, sich diese bewusst zu machen.

Eine kleine Geschichte über Barbara

Barbara fühlt sich schon seit Monaten ziemlich schlecht. Jeden Morgen kämpft sie sich unter großer Anstrengung aus dem Bett und quält sich zur Arbeit.

Seit einem halben Jahr arbeitet sie in einem privaten Kindergarten als Erzieherin. Sie hat sich sehr auf diesen Job gefreut und daher erst spät gemerkt, dass ihr das Konzept dieses Kindergartens Bauchschmerzen bereitet. Barbara hat den Eindruck, dass die Kinder dort viel zu sehr verwöhnt werden und dass es zu wenig Regeln gibt, die ihrer Meinung nach für das tägliche Miteinander einfach notwendig wären. Barbara stößt bei den anderen Erziehern mit ihrer Kritik am Konzept nur auf Ablehnung und fühlt sich zunehmend isoliert. Die Arbeit macht ihr schon lange keinen Spaß mehr. WARUM?

Welche Werte sind hier im Spiel?

Barbara hat nach einiger Zeit erkannt, dass an ihrer Arbeitsstelle für sie wichtige Werte bezüglich des Umgangs mit Kindern verletzt werden – Werte wie: Ordnung, Regeln, Struktur, Kontinuität.

Diese Werte sollte sie beim nächsten Vorstellungsgespräch abklären. Wie wichtig wird dort Ordnung und Struktur genommen? Stimmen ihre Werte überein, kann sie dort in Einklang mit ihren Werten arbeiten.

Um bewusster und erfüllter leben zu können, ist es hilfreich, seine eigenen Werte genauer zu kennen, um seine eigenen Werte bewusst im Alltag verwirklichen zu können.

Finden Sie Ihre Werte heraus – sie sind es WERT! Je mehr dieser Werte erfüllt sind, desto zufriedener und glücklicher werden Sie sein.

Starten Sie positiv in den Tag!

Wie starten Sie normalerweise in den Tag?

Die Morgennachrichten in TV und Radio verheißen mal wieder nichts Gutes? “Die Krise” liegt wie ein Phantom in der Luft? Im Büro stapelt sich Arbeit und am Wochenende ist keine Zeit zum Abschalten – Besuch hat sich angekündigt? Starten Sie so oder ähnlich in den Tag?

Wir laden Sie ein, es mal anders zu probieren.

Entscheiden Sie selbst. Wir sind was wir denken!

Ja, es ist unsere eigene Entscheidung das Glück zu wählen! Wenn wir morgens aufstehen, dann haben wir die Möglichkeit, uns für einen schönen, positiven Tag zu entscheiden oder für einen schlechten, negativen Tag, den wir mit Sorgen und Missmut beginnen.

Wie wäre es, wenn Sie am Morgen 5 Minuten einfach nur ganz dankbar sind für das, was Sie haben?

Geschenke Ihres Lebens – nur 5 Minuten!

Vielleicht starten Sie ja mit einem kleinen morgendlichen Ritual. Kochen Sie sich eine Tasse Tee oder Kaffee und suchen Sie sich einen ruhigen Platz. Am besten schreiben Sie die Dinge auf, für die Sie dem Leben danken, dann ist man konzentrierter.

Zählen Sie die Geschenke – nicht die Probleme.

Vielleicht helfen Ihnen ja auch die folgenden Fragen:

  • Wofür bin ich dankbar?
  • Was ist schön an meinem Leben?
  • Was möchte ich nicht verlieren?
  • Was darf so bleiben, wie es ist?
  • Wem oder was liebe ich?
  • Wer darf mich lieben?

Probieren Sie es doch nur einmal aus. Vielleicht gleich morgen! :-)

Gern freuen wir uns über Ihre persönlichen Berichte und Erfahrungen. Schreiben Sie uns einfach einen Kommentar…